Gleichzeitig begrüßte der DKG-Präsident, dass der Vertragsarzt nunmehr parallel in Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) beschäftigt sein kann. Bedauerlich sei, dass für die Gründung von MVZ weiterhin Hürden - etwa der Nachweis einer fachübergreifenden Leistungserbringung - bestehen. 

Kösters machte deutlich, dass die DKG im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens Nachbesserungen am Gesetzentwurf erwarte. Zwar sei die Lockerung der Sektorengrenzen im Entwurf angedacht und sei damit als eine konsequente Weiterverfolgung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) zu werten. Zudem stärke der Gesetzentwurf die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Kliniken und Vertragsärzten. Die konkrete Umsetzung im VÄndG bewege sich allerdings nach wie vor in starren Sektorengrenzen.

Kösters betonte, die Bundesregierung nehme richtigerweise eine klare zeitliche Begrenzung der Anschubfinanzierung für die Integrierte Versorgung vor. Der DKG-Präsident forderte dringend, die Finanzierung zur Integrierten Versorgung auf eine neue Grundlage zu stellen. Die Aufbringung der Mittel über eine von den Kliniken und Vertragsärzten zu tragende Umlage führe zur Unterfinanzierung des Systems und sei kein zukunftsfähiger Weg. Es müsse eine Finanzierungsquelle geschaffen werden, die sich nicht aus Vergütungen für bereits erbrachte Leistungen speise. Unter diesen Voraussetzungen bezeichnete Kösters die vorgesehene enge befristete Verlängerung der Anschubfinanzierung um ein Jahr als vertretbare Übergangslösung.