Den Anliegen der Ärztinnen und Ärzte nach verbesserten Arbeitsbedingungen wird durch den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) für die kommunalen Krankenhäuser Rechnung getragen. Durch die Vorschläge der TdL für die Universitätskliniken liegt ein faires Angebot vor. Die Durchsetzung von Maximalforderungen würde in nicht zu verantwortender Weise zu Lasten der Beitragszahler und der Existenzgrundlagen der Kliniken gehen und die flächendeckende bzw. medizinisch hochwertige Patientenversorgung gefährden.

DKG, VKA und TdL sind in großer Sorge um die wirtschaftlichen Grundlagen der Kliniken bis hin zu deren Existenzgefährdung. Zusätzliche Belastungen der Krankenhäuser und Universitätskliniken führen zwangsläufig zum Personalabbau, denn eine Refinanzierung durch höhere Entgelte der Krankenkassen ist bei einer Grundlohnrate von 0,63% nicht möglich. Durch die 30-Prozent-Forderung gefährdet der Marburger Bund den Betriebsfrieden in den Kliniken, weil das nichtärztliche Personal sich um seine Arbeitsplatzsicherheit sorgt und benachteiligt fühlen muss.

Da für viele Operationen keine verlässliche Planung mehr möglich ist, gehen die Streikmaßnahmen zu Lasten der Patienten. Der Marburger Bund erzeugt durch seine Aktionen Angst und Unsicherheit auf dem Rücken kranker und hilfsbedürftiger Menschen. Lösungen kann es nur am Verhandlungstisch geben. Der Marburger Bund ist daher aufgefordert, die Streikaktionen zu beenden.