Kösters kritisierte, dass die bereits im September 2005 festgesetzte Steigerung der Krankenhausbudgets im nachhinein einseitig zu Lasten der Kliniken geändert werden soll. Dies stelle eine massive Verletzung des Vertrauensschutzes der Krankenhäuser dar. Der DKG-Präsident appellierte an die Parlamentarier, die Kürzung an dem Gesetzentwurf herauszunehmen. Nicht nachvollziehbar sei, dass die Regierung einerseits innovative Arbeitszeitmodelle in den Kliniken mit rund 100 Millionen Euro jährlich fördere, zugleich aber mit dem vorliegenden Entwurf 150 Millionen Euro dem Krankenhausbereich entziehe. Die ohnehin angespannte Personalsituation im Krankenhaus würde damit weiter verschärft.

Der Gesetzentwurf, der von den Bundestagsfraktionen der CDU/CSU und der SPD eingebracht wird, sieht vor, die Steigerungen der Krankenhausbudgets weiter zu beschneiden, indem die Berechnung der so genannten Veränderungsrate kurzfristig umgestellt werden soll. Die Mittel für die Krankenhäuser dürfen jährlich nur um den Betrag dieser Veränderungsrate wachsen, die im Jahr 2005 ohnehin nur bundesweit 0,38 Prozent betrug. Nach dem Entwurf sollen die Einnahmenzuwächse der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr pro Mitglied, sondern pro Versichertem ermittelt werden. Begründet wird dies mit einer Verschiebung von Mitgliedern zu Versicherten infolge von Hartz IV.