Gleichzeitig forderte der DKG-Präsident die Bundesländer auf, ihrer Verpflichtung zur Investitionsfinanzierung der Kliniken, die im Krankenhausfinanzierungsgesetz festgeschrieben sei, in ausreichender Weise nachzukommen. Die Einhaltung dieser gesetzlichen Verpflichtung sei die Grundlage, eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausleistungen zu gewährleisten. Über die letzten 30 Jahre hinweg habe sich jedoch ein immenser Investitionsstau von rund 50 Mrd. Euro entwickelt. Veraltete Krankenhausgebäude und -einrichtungen sowie medizinisch-technische Geräte könnten wegen dieser unsicheren Finanzierungsbasis oftmals nicht erneuert werden.

Auf Grund der gesetzlichen Vorgabe zur Förderung der Investitionen wurde bislang geschätzt, dass der Anteil der Eigenmittel des Krankenhauses an den Investitionen eher zu vernachlässigen sei. Die Ergebnisse des Krankenhaus Barometers zeigen hingegen, dass im Jahr 2004 bereits über ein Viertel der Investitionen aus Eigenmittelndes Krankenhauses  und  Mitteln  des  Krankenhausträgers bestritten wurden (Abbildung 2). Nur noch rund 67 Prozent dieser notwendigen Investitionen wurden im Jahr 2004 aus öffentlichen Fördermitteln finanziert.

Diese Tendenz dürfte sich nach Einschätzung der an der Erhebung beteiligten Krankenhäuser in den nächsten Jahren verschärfen. Zum einen wird sich auf Grund der desolaten Situation der Länderhaushalte das Fördermittelaufkommen weiter reduzieren. Zum anderen können die Krankenhausträger ihre Kliniken nicht mit noch mehr Investitionsmitteln unterstützen. Deswegen wird ein Großteil der Krankenhäuser für die Investitionsfinanzierung zukünftig in verstärktem Maße Eigenmittel (20,4 Prozent) bzw. Fremdmittel (3,6 Prozent) einsetzen müssen, die nach geltendem Krankenhausrecht nicht über Leistungsentgelte refinanziert werden dürfen.

Bereits heute besteht bei den Kliniken ein erheblicher Wettbewerbsdruck und der Zwang zu weiteren Einsparungen. Mitverantwortlich ist die neue Entgeltfinanzierung ab dem Jahr 2004, die schrittweise eine Pauschalierung der Behandlungskosten über alle Krankenhäuser beinhaltet.

Das DKI-Krankenhaus-Barometer ist eine jährliche Repräsentativbefragung deutscher Krankenhäuser zu aktuellen krankenhauspolitischen Themen. Nähere Informationen unter www.dki.de.