Johann Magnus Freiherr von Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, wertete die Anpassung und Weiterentwicklung des deutschen DRG-Systems als großen Erfolg der Selbstverwaltungspartner im Gesundheitswesen. Schon heute sei die erhöhte Leistungstransparenz deutlich spürbar. Der  Wettbewerb um Qualität beträfe gleichermaßen auch die Krankenkassen.

Ein weiterer Schwerpunkt des 2. Kongresstages war das Pflegeforum. "Der Pflegebedarf wird aufgrund der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahren weiter zunehmen", betonte Dirk Schmidt, Pflegedirektor des Krankenhauses Heetelstift, im Rahmen der Vortragsveranstaltung "Leistungsprofil der Pflege im Krankenhaus". Gleichzeitig werde sich die Verweildauer der Patienten in den Kliniken durch die Einführung des fallpauschalierten Abrechnungssystems weiter verkürzen. Schmidt machte deutlich, dass die Krankenhäuser mit dem Expertenstandard "Enlassungsmanagement" über ein wirksames Instrument verfügten, um sich auf die Herausforderungen in der Versorgung von immer älter werdenden, multimorbiden Patienten einstellen zu können.

Schwerpunkte des 2. Kongressestages sind aktuelle krankenhauspolitische Themen wie die "IT-Investitionen: Bedeutung der Informationstechnologie für das Krankenhausmanagement", die Krankenhaustag-Informationsbörse: Integrationsversorgung und Medizinsiche Versorgungszentren sowie "Pflegemanagement im Wandel".

Noch bis einschließlich Samstag bietet der 28. Deutsche Krankenhaustag den Experten und Praktikern im Krankenhauswesen eine interdisziplinäre Plattform, Konzepte und Visionen zu diskutieren.

Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.