Gleichzeitig warnte Pföhler davor, die Einnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung auszuhöhlen und damit die stationäre Versorgung insgesamt zu gefährden. Zudem sei es nicht hinnehmbar, wenn durch eine Absenkung der Gebührensätze, etwa bei der Behandlung von Beamten, die Einnahmen der Kliniken wegbrächen, ohne dass dafür an anderer Stelle ein Ausgleich geschaffen werde. Hingegen begrüßte der Kongresspräsident die im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD festgeschriebene Verlängerung der Übergangsfrist zur Umsetzung der Reglungen zum ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Dr. Klaus Theo Schröder, machte in seinem Eröffnungsstatement deutlich, dass auch die künftige Bundesregierung eine Stärkung des Wettbewerbs im Gesundheitswesen anstrebe. Im Mittelpunkt stünde darüber hinaus der Abbau bürokratischer Hürden. Prof. Dr. Stefan Winter, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, stellte heraus, dass sich die neue Landesregierung, den bedarfsgerechten Ausbau der Krankenhauslandschaft "auf die Fahne geschrieben" habe: "Wir bekennen uns zur Investitionsförderung für die Kliniken".

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wurde zum 13. Mal der mit 5.000 Euro dotierte "Golden Helix Award" für Qualität im Krankenhaus verliehen. Der Preis ging in diesem Jahr an das Team des St. Theresien Krankenhauses Nürnberg. Das Siegerteam konnte auf dem Feld der providenten perioperativen Behandlung durch veränderte Arbeitsabläufe und dem Einsatz eines Fast-Track-Konzepts für Anästhesie und Chirurgie die Zufriedenheit und Fitness von Patienten erheblich steigern. Gleichzeitig wurde der zusätzliche Pflegeaufwand um 35 Prozent reduziert. Ziel des in Deutschland und Österreich ausgeschriebenen Qualitätspreises ist es, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern und gleichzeitig die Kosten im Gesundheitswesen zu verringern. Träger des Preises ist der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD).

Der 28. Deutsche Krankenhaustag hat heute im Rahmen der weltweit größten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf seine Pforten geöffnet. Er bietet noch bis zum 19. November Experten und Praktikern im Krankenhauswesen eine interdisziplinäre Plattform, Konzepte und Visionen für das deutsche Krankenhauswesen zu diskutieren. Dabei stehen insbesondere die Auswirkungen der neuen Krankenhausvergütung (DRGs) auf die stationäre Versorgung im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen. Die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK), erwartet über 2.000 Besucher aus allen Bereichen des Gesundheitswesens.

Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.