Gleichzeitig erfolgte eine Einigung bei den Abrechnungsbestimmungen und bei der Festlegung von Zusatzentgelten, das heißt für Leistungen, die neben den DRG-Pauschalsätzen abgerechnet werden können. Für 2006 wurden insgesamt 83 Zusatzentgelte vereinbart - 12 mehr als im Jahr 2005 (71 Zusatzentgelte).

Zum ersten Mal haben die Selbstverwaltungspartner auch zwei DRGs für die Abrechnung von teilstationären Krankenhausleistungen mit in den Katalog aufgenommen. Künftig ist eine teilstationäre Dialysebehandlung über eine bewertete Pauschale für Erwachsene und eine unbewertete - d.h. je Krankenhaus zu vereinbarende - Pauschale für Kinder abrechnungsfähig. Ebenfalls erfolgte eine Einigung zu den Deutschen Kodierrichtlinien, die die Dokumentation von Diagnosen und Prozeduren regeln.

Für die Ermittlung der Fallpauschalen 2006 wurden erneut die tatsächlichen Behandlungskosten in ausgewählten Kliniken kalkuliert. An der aktuellen Kalkulationsrunde haben sich 214 Krankenhäuser auf freiwilliger Basis beteiligt - im vergangenen Jahr waren dies 148 Kliniken. Erstmals erhielten Krankenhäuser in diesem Jahr finanzielle Zuwendungen für die Teilnahme an der Kalkulation. Für die Berechnung der Fallgruppen (bei Hauptabteilungen) standen mit der Kalkulationsstichprobe gelieferte Daten von 2,6 Millionen Krankenhausbehandlungen (Fälle) zur Verfügung.

Die Partner werteten die Vereinbarung als Erfolg und Beweis für die Handlungsfähigkeit der Selbstverwaltung. Insbesondere lobten die Beteiligten die guten Vorarbeiten des von der Selbstverwaltung gegründeten "Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK)" und die konstruktive Arbeit der Verhandlungsparteien bei einer mitunter konflikthaltigen Beratungslage. Insgesamt stellten die vereinbarten Ergebnisse der G-DRG-Systementwicklung (G-DRG, German Diagnosis Related Groups) einen weiteren Fortschritt hinsichtlich einer leistungsgerechteren Abbildung von Krankenhausleistungen dar.

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