Das Zahlenwerk verdeutlicht, dass das deutsche Gesundheitswesen mit seinen 2.200 Krankenhäusern eine der Wachstumsbranchen ist, von der positive Beschäftigungsimpulse ausgehen. In vielen Städten und Gemeinden sind die Krankenhäuser die wichtigsten Arbeitgeber und Abnehmer für Zulieferer und Dienstleistungsunternehmen. Kliniken sind zudem Stätten der Aus- und Weiterbildung und ein wichtiger Motor für Innovationen in Forschung und Entwicklung. Durch die Gesundheitsreformen der letzten Jahre sind die finanziellen Ressourcen der Krankenhäuser zunehmend knapper geworden. Die demographische Entwicklung mit einer wachsenden Zahl an älteren Menschen und Langzeitkranken stellt die Krankenhäuser vor eine weitere Herausforderung.

Das veröffentlichte Zahlenmaterial zeigt weiterhin, dass die Kliniken in Deutschland immer effizienter wirtschaften. Während die Zahl der Krankenhauspatienten kontinuierlich ansteigt, vollzieht sich parallel dazu ein beträchtlicher Abbau von Kapazitäten. Allein zwischen 1991 und 2003 wurden rund 123.000 bzw. knapp 20 Prozent aller Krankenhausbetten abgebaut. Gleichzeitig ist es den Kliniken gelungen, die durchschnittliche Verweildauer seit Beginn der 90er Jahre von fast 15 Tagen auf 8,9 Tage im Jahr 2003 abzusenken.

Gleichwohl bleibt der Auftrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit auch im stationären Bereich. Insbesondere seit der Einführung eines diagnose-orientierten Fallpauschalensystems (DRG) müssen sich die Kliniken einem individuellen Qualitäts- und Leistungswettbewerb stellen. Die DKG sieht für die Krankenhäuser langfristig den Trend zu "integrierten Dienstleistungszentren" mit einer zentralen Koordinierungsfunktion in der Kette der gesundheitlichen Versorgung.

Die Broschüre "Zahlen, Daten, Fakten 2004/05" kann zum Preis von Euro 4,60 (ab zehn Exemplaren Euro 3,60) bei der Deutschen Krankenhaus Verlagsgesellschaft, Postfach 11 07 41, 40507 Düsseldorf, Telefon: 0211/179235-0, Fax: 0211/179235-20, E-Mail: info@dkvg.de, bestellt werden.