Pföhler kritisierte vor den rund 1.000 Besuchern aus Klinik und Gesundheitspolitik die massive Unterfinanzierung des stationären Sektors. In der Folge steige die Unzufriedenheit bei den Krankenhausmitarbeitern, die tagtäglich Höchstleistungen in der Krankenversorgung erbrächten und aufgrund knapper Mittel permanent an ihre Grenzen stießen. Daher müsse eine Reform der GKV-Finanzierung eine Hauptbedingung erfüllen: die Entkoppelung von Gesundheitsausgaben und Lohnnebenkosten.

Gleichzeitig machte der DKG-Präsident deutlich, dass die Kliniken bei der Umstellung auf das neue fallpauschalierende Entgeltsystem im Krankenhaus ein gutes Stück voran gekommen seien. Allerdings benötigten die Krankenhäuser weiterhin ein hohes Maß an Planungssicherheit. "Die Verlässlichkeit des DRG-Systems ist die zwingende Voraussetzung dafür, dass die derzeitige Veränderungsdynamik im Krankenhauswesen die politisch gewünschten Effekte zeigt."

Eine Fehlsteuerung von Ressourcen oder die Zerschlagung von notwendigen und bewährten Strukturen müsse daher in jedem Falle vermieden werden, so Pföhler. Der DKG-Präsident begrüßte ausdrücklich, dass die Politik den Anpassungsbedarf erkannt und die Konvergenzphase entsprechend dem Stand der DRG-Systementwicklung angepasst habe. Dadurch sei die Politik wesentlichen Forderungen der DKG nach gekommen.

Zudem seien mit der Finanzierung der Ausbildungsstätten, der Berücksichtigung der Veränderungsrate bei der Budgetermittlung, der Korrigierbarkeit des Landesbasisfallwertes und der Entfristung der Öffnungsregelungen für Leistungen, die nicht sachgerecht im DRG-System abgebildet werden können, weitere wichtige Punkte von politischer Seite aufgegriffen worden.