Dabei hob Volker Odenbach, Vorstandsmitglied der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), hervor, dass die alleinige Unterscheidung zwischen Arbeits- und Ruhezeit der besonderen Aufgabenstellung der Kliniken nicht gerecht werde. "Wir brauchen eine dritte Form der Inanspruchnahme von Arbeitszeiten", so Odenbach. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Unterscheidung zwischen aktiven und inaktiven Zeiten des Bereitschaftsdienstes sei insoweit ein wichtiges Signal für die Krankenhäuser.

Die Resonanz auf den 27. Deutschen Krankenhaustag, der in diesem Jahr zum sechsten Mal im Rahmen der weltweit größten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf stattfand, ist durchweg positiv ausgefallen. Knapp 2.000 Besucher aus allen Bereichen des Gesundheitswesens erörterten an drei Tagen die wichtigsten Krankenhausthemen im Rahmen der Strukturreformen im Gesundheitswesen. Kongresspräsident Heinz Kölking: "Unter dem Generalthema Wirtschaftsfaktor Gesundheit hat es der Krankenhaustag geschafft, mit einer Kombination aus gesundheitspolitischer und praxisorientierter Ausrichtung die verschiedenen Berufsgruppen zusammen zu führen und zu informieren". Er sei überzeugt, dass vom Krankenhaustag richtungsweisende Impulse ausgegangen seien, die den Kliniken und ihren Mitarbeitern wichtige Weichenstellungen vorzunehmen helfe.
 
Mit Blick auf das Jahr 2005 gab sich die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK), zuversichtlich. Der 28. Deutsche Krankenhaustag findet vom 16. bis 19. November 2005 erneut in Düsseldorf im Rahmen der weltgrößten Medizinmesse MEDICA statt. Auch dann erwartet die Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik wieder ein Forum mit vielen interessanten Diskussionen rund um das Krankenhauswesen.

Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.