Die repräsentative Erhebung des DKI zeige, dass die Außenstände  bei den Kliniken seit dem Jahr 2002 nochmals um 75 Prozent gestiegen seien. Dabei stellten die Zahlungsverzögerungen bzw. Zahlungsverweigerungen der einzelnen Krankenkassen keinesfalls ein regionales Problem dar. Rund 95 Prozent der Kliniken in Ost- und Westdeutschland beklagten häufige Zahlungsverzögerungen, bei rund 60 Prozent der Häuser sei die Zahlung von Rechnungen verweigert worden.

Zwar habe die DKG Verständnis für die strukturelle Einnahmeproblematik der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankenkassen dürften jedoch nicht versuchen, eigene Liquiditätsprobleme zu Lasten der Kliniken auszugleichen, stellte Kösters fest.

Der DKI-Studie zufolge führten die Kassen vor allem folgende Gründe für die Zahlungsverweigerungen und -verzögerungen an: Prüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), Forderungen nach Ersatz der stationären durch ambulante Behandlung, Kodierungsfragen und Kodierungsprobleme, unvollständige Unterlagen des Krankenhauses sowie Bearbeitungsrückstände oder Zuständigkeitsprobleme bei der Einzelkasse.

Der DKG-Hauptgeschäftsführer Jörg Robbers wies nachdrücklich auf die ständige Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) hin. Eine Überprüfung der Notwendigkeit der Krankenhausbehandlungen bedeute danach kein Recht für die Krankenkasse, Zahlungen zurückzuhalten. Fällige Forderungen seien nach den BSG-Entscheidungen sofort zu begleichen. Somit verstießen viele Kassen gegen geltendes Recht. Gleichzeitig forderte der DKG-Hauptgeschäftsführer die Aufsichtsbehörden auf, verstärkt auf die Einhaltung der gesetzlichen und vertraglichen Rahmenbedingungen, die auf Landesebene bzw. vor Ort vereinbart wurden, zu achten.