Möglich sei dies durch die guten Vorarbeiten des von den Selbstverwaltungspartnern gegründeten "Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK)" und die konstruktive Arbeit der vertretenen Spitzenverbände.  Pföhler machte deutlich, dass die vom InEK vorgelegten Ergebnisse der G-DRG-Systementwicklung einen wesentlichen Fortschritt hinsichtlich einer leistungsgerechteren Abbildung von Krankenhausleistungen darstelle und die deutschen Kostenverhältnisse insgesamt besser widerspiegele.

Eine Einigung erfolgte zudem bei den "Abrechnungsbestimmungen" für die Fallpauschalen und bei den "Zuschlägen für Begleitpersonen" des Patienten.

Gleichzeitig hätten erhebliche inhaltliche Differenzen mit den Kassen  jedoch eine Verabschiedung des Gesamtpakets unmöglich gemacht. So habe die Kassenseite etwa bei der Definition von "Besonderen Einrichtungen" derart hohe Hürden legen wollen, dass diese für keine  Klinik in Deutschland überwindbar wären. Der DKG-Präsident betonte, der Gesetzgeber habe jedoch zu recht die "Besonderen Einrichtungen" aus der DRG-Systematik herausgenommen, um bei Häusern, deren Leistungen aufgrund der Versorgungsstruktur mit den Entgeltkatalogen noch nicht sachgerecht vergütet werden können, Verwerfungen zu vermeiden.

Auch bei der Finanzierung der Ausbildungsstätten und Ausbildungsvergütungen sei eine Einigung mit den Kassen nicht möglich gewesen. Nach den Kassen-Vorstellungen würden große Spannweiten der Ausbildungskosten bestehen bleiben, wodurch eine pauschale Finanzierung aufgrund der realen Kostenunterschiede zu massiven Ungerechtigkeiten führen würde.

Der DKG-Präsident stellte fest, dass die Verhandlungen zwischen DKG, der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und dem PKV-Verband in diesen Punkten faktisch gescheitert seien. Die DKG behalte sich vor, dazu eine Ersatzvornahme des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) einzufordern.

Insgesamt begrüßte Pföhler, dass weitere DRGs vollständig aus dem Katalog herausgenommen worden seien und nun krankenhausindividuell vereinbart werden könnten. Dies treffe etwa auf Leistungen der neurologischen Frührehabilitation - mit der Ausnahme von drei DRGs - vollständig zu. Bei der Langlieger- und Kurzliegervergütung, im Bereich der Intensivmedizin und der Onkologie seien ebenfalls große Fortschritte im Sinne einer sachgerechten Ermittlung der Kosten und Erlöse gemacht worden. 

Pföhler machte zudem deutlich, dass es sich nach wie vor um ein lernendes System handele: "Die Aufgabe, eine hohe Abbildungsqualität zu erreichen, wird uns noch über Jahre beschäftigen".