Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes betrug die Verweildauer im Krankenhaus für 2002 durchschnittlich 9,7 Tage. Damit hat sich die durchschnittliche Verweildauer gegenüber dem Vorjahr (2001) nochmals um 1,6 Prozent verringert. 1990 betrug sie noch 15,3 Tage; dies bedeutet eine Abnahme der Verweildauer um mehr als ein Drittel. Gleichzeitig ist die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten im Jahr 2002 auf 17,4 Millionen (+ 0,6 Prozent) gestiegen. Dies bedeutet gegenüber 1990 (13,8 Millionen) eine Zunahme der behandelten Fälle von mehr als 25 Prozent.

Der DKG-Präsident wertete die Zahlen als Beweis dafür, dass in den Kliniken immer produktiver gearbeitet werde. Zudem sei das Vorurteil, die Krankenhäuser seien die Kostentreiber des Gesundheitswesens bei nüchterner Betrachtung der Kosten- und Leistungsdaten endgültig ausgeräumt. Gleichzeitig warnte Pföhler davor, bei den Krankenhäusern weitere Wirtschaftlichkeitsreserven zu unterstellen, da diese weitestgehend ausgeschöpft seien.