Die Fragen der Mehrstellen sowie der Mehrkosten müssen lückenlos geklärt sein. Auf dem Arbeitszeitgipfel am 1.3.04 hat die DKG daher vorgeschlagen, dass die Beteiligten Ende 2004 eine Zwischenbilanz ziehen, um im Sinne eines Kassensturzes und unter Berücksichtigung der Vereinbarungen der Tarifpartner zu klären, ob die bereit gestellten Mittel ausreichen.

Die DKI-Studie macht zukunftsweisende Vorschläge, die allerdings an zwingende Bedingungen gekoppelt sind, die weder die Krankenhausträger noch die Politik beeinflussen können. Nur, wenn sich die Tarifpartner autonom und der einzelne Mitarbeiter auf eine dauerhafte Verlängerung der Arbeitszeit einigen, ist eine Umsetzung mit bestehendem Personal möglich. Das DKI selbst kommt zu der Auffassung, dass dies jedoch nicht kostenneutral zu machen ist. Für kleine Häuser - die in der DKI Studie ebenso unberücksichtigt blieben wie einige Personalkostenstellen - ist die Umsetzung deutlich kostenintensiver. Insofern bewertet die DKG die Mehrkosten höher. Wir greifen dabei auf Zahlen von 2001 zurück, als wir in einer Befragung von 422 Krankenhäusern aller Bettenklassen zeigten, dass die Probleme bei der Umsetzung nicht unterschätzt werden dürfen. Im äußersten Fall werden wir mit bis zu 27.000 Mehrstellen verbunden mit Mehrkosten von 1,75 Milliarden Euro zu rechnen haben".