Rocke prognostizierte gute Entwicklungsmöglichkeiten der deutschen Krankenhäuser, da sie auch den internationalen Vergleich von Leistungen, Qualität und Kosten nicht zu scheuen brauchten.

Der DKG-Präsident betonte zudem, dass eine Expansion des Gesundheitssektors keineswegs nur als Kostenbelastung gesehen werden darf. Damit seien vielmehr positive Wohlfahrtseffekte wie eine niedrige Morbidität und Mortalität sowie Wachstums- und Beschäftigungseffekte verbunden. "Ausgabensteigerungen dürften dementsprechend nicht automatisch als Fehlentwicklungen dargestellt werden", so Rocke weiter. Tatsache ist: Die Krankenhäuser bilden den größten Zweig des bundesdeutschen Dienstleistungssektors. Sie sind in vielen Städten und Gemeinden die wichtigsten Arbeitgeber und Abnehmer für Zulieferer (Medizintechnik, Arzneimittel) und Dienstleistungsunternehmen (Caterer). Krankenhäuser sind zudem Stätten der Aus- und Weiterbildung und ein wichtiger Motor für Innovationen in Forschung und Entwicklung.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht in der besseren Verzahnung aller an der gesundheitlichen Versorgung beteiligter Einrichtungen eine ebenso zentrale Herausforderung in der Zukunft, wie die Sicherstellung von ausreichendem qualifiziertem Fachpersonal im pflegerischen und medizinischen Bereich. Zudem wollen die Krankenhäuser künftig noch stärker als integrierte Dienstleistungsanbieter im Zentrum der Gesundheitsversorgung stehen und durch optimierte Behandlungsabläufe, umfassende Qualitätssicherung und durchdachtes Fallmanagement ein hohes Maß an Behandlungsqualität erreichen.

Dr. Burghard Rocke ist seit dem 1. Januar 2002 neuer Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Der promovierte Jurist und bisherige DKG-Vizepräsident löste damit turnusmäßig den bislang amtierenden DKG-Präsidenten Volker Odenbach ab.