Etwa die Hälfte der befragten Krankenhäuser konnten im Jahr 2001 offene Stellen im Ärztlichen Dienst nicht besetzen. Dies betraf 38 Prozent der Kliniken in den alten Bundesländern und 75 Prozent aller Krankenhäuser in den neuen Bundesländern.

Die Umfrage bestätigt die Ergebnisse einer internen DKG- Untersuchung vom Dezember 2001, an der sich 400 Krankenhäuser beteiligt hatten. DKG-Präsident Dr. Burghard Rocke warnte davor, die Personalmisere im Krankenhaus zu unterschätzen. "Es ist fünf vor zwölf: Wenn die Qualität der stationären Versorgung nicht gefährdet werden soll, müssen sich alle Beteiligten schnellstens auf einen Maßnahmenkatalog verständigen." Der DKG-Präsident betonte, dass er hohe Erwartungen in das "Beschäftigungsforum - Ärztlicher Dienst im Krankenhaus" am 16. April 2002 in Berlin setze, zu dem die DKG alle Beteiligten - Politik, Krankenhäuser, Ärzte, Gewerkschaften, Arbeitgeber, Arbeitsschutz und Pflege - eingeladen hat.

Das Deutsche Krankenhausinstitut e.V. (DKI) ermittelt in jedem Jahr durch zwei Umfragen repräsentative Daten im stationären Sektor und stellt sie den Krankenhausverbänden und ihren Mitgliedern zur Verfügung. Auftraggeber sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) sowie der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD).

Weitere Ergebnisse sind in der Kurzfassung des "Krankenhaus-Barometers - Herbstumfrage 2001" auf der DKG-Homepage im Download-Bereich zu finden.