Zudem führe das Gesetz zu einer erheblichen Kosteneinsparung im Gesundheitswesen, hielt Robbers fest.

Die bisher im Apothekengesetz festgelegte Regelung, dass Krankenhausapotheken keine Arzneimittel an ambulante Patienten abgeben dürfen, würde im Rahmen der Neugestaltung entfallen. So müssen derzeit etwa Krebs- oder AIDS-Patienten im Anschluss an eine ambulante Infusions-Behandlung im Krankenhaus bei ihrer Entlassung eine öffentliche Apotheke für die unmittelbare pharmazeutische Betreuung aufsuchen. Durch die Gesetzesänderung dürften die Krankenhausapotheken in dringenden Fällen bei der Entlassung von Patienten die zur Überbrückung benötigte Menge an Arzneimittel abgeben, wenn sich direkt an die ambulante Behandlung ein Wochenende anschließt.

Die DKG hatte bereits in der Vergangenheit gemeinsam mit den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Vereinigung der Krankenhausapotheker (ADKA) die Öffnung der Krankenhausapotheken gefordert. Robbers begrüßte es in diesem Zusammenhang, dass die Regierungsfraktionen die angedachte Trennung von Instituts- und Ermächtigungsambulanzen wieder fallen gelassen haben.