Im Krankenhausbereich lag der Anstieg der Ausgaben (3,6 Prozent) zwar um 0,6 Prozent über dem durchschnittlichen Zuwachs der Gesamtausgaben (3,0 Prozent). Vor dem Hintergrund des extrem geringen Zuwachses im 1. Halbjahr 2001 (0,3 Prozent) liegt der Krankenhausbereich jedoch in der Langzeitbetrachtung deutlich unter dem Ausgabendurchschnitt in der GKV. Dies zeige, dass der Kliniksektor kostenbewusst bei hoher Qualität arbeiten könne, betonte Robbers.

 

   Der DKG-Hauptgeschäftsführer warnte davor, aufgrund des hohen GKV-Defizits die Krankenhäuser mit einem weiteren Kostendruck zu belasten. Im Zuge der Vorbereitung auf die Einführung des diagnose-orientierten Fallpauschalensystems (DRG) nutzten die Krankenhäuser alle Wirtschaftlichkeitspotenziale, um die stetig steigende Zahl von Patienten bei immer kürzeren Verweildauern hochwertig zu versorgen. "Die Politik müsse endlich die steigenden Patientenzahlen und den stetigen medizinischen Fortschritt, der in den Kliniken stattfinde und der Geld koste, zur Kenntnis nehmen", hob Robbers hervor.

 

   Bei den Leistungsausgaben insgesamt musste die GKV je Mitglied 3,0 Prozent mehr aufwenden als im Vorjahr, während der Zuwachs der beitragspflichtigen Einnahmen bundesweit 0,7 Prozent (GKV-West: 0,6 Prozent; GKV-Ost: 1,0 Prozent) betrug.