"Die Krankenhäuser haben sich mit Millioneninvestitionen auf das DRG-System vorbereitet und erwarten nun eine klare Rechtslage vor der Wahl, um selbst entscheiden zu können, ob sie freiwillig in das System 2003 einsteigen", betonte DKG-Hauptgeschäftsführer Jörg Robbers. Die optionale Teilnahme an der Abrechnung nach Fallpauschalen für das Jahr 2003 müsse jede Klinik bis zum 31. Oktober 2002 anzeigen und benötige dafür ausreichend Zeit, um den Einstieg zu prüfen.

Robbers stellte jedoch klar, dass die fachliche Verantwortung für das vorläufige DRG-System 2003 einzig das BMG trage, nachdem sich die Selbstverwaltungspartner nicht auf ein gemeinsames Interimsmodell einigen konnten. Gleichzeitig unterstrich Robbers die Forderung, dass das Übergangssystem keine präjudizierende Wirkung für das verbindliche DRG-System 2004 entfalten dürfe. Die Überarbeitung des optionalen Systems sollte zügig begonnen werden und sorgfältig erfolgen, wobei Erfahrungen aus 2003 unumgänglich seien.

Die DKG zeigte sich erstaunt über die fundamentale Abwehrhaltung der Mehrheit der Krankenkassen zum jetzigen Zeitpunkt. Robbers: "Hier wird nachgekartet, obwohl man sich in der Selbstverwaltung in wichtigen Punkten einig war." Diejenigen Kassenvertreter, die noch vor wenigen Monaten ein "lernendes System" für das Jahr 2003 gefordert hätten, verlangten nun plötzlich, dass erst 2004 unter Verkürzung der budgetneutralen Phase abgerechnet werde. Dies sei angesichts der notwendigen Erprobung von EDV und Abläufen in den Krankenhäusern sowie im Hinblick auf die Systementwicklung undenkbar, stellte der DKG-Hauptgeschäftsführer klar.