Anlass für die Untersuchung war die jüngste Bekanntgabe der sogenannten Veränderungsrate durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Danach dürfen die Krankenhausbudgets im Jahre 2003 nur um 0,81 Prozent (West) bzw. 2,09 Prozent (Ost) steigen. Demgegenüber stehen jedoch allein im Personalbereich Kostenzuwächse von erwarteten 3 Prozent aufgrund der Tarifentwicklung. Der DKG-Hauptgeschäftsführer schloss mit Bestimmheit aus, dass die Kliniken im Westen die in diesem Jahr eklatante Differenz von 2,2 Prozent der Personalkostensteigerungen verkraften könnten. Nach zehn Jahren real sinkender Budgets, klaffe die Schere der Personalkostensteigerungen einerseits und der Budgetentwicklung andererseits nunmehr derart weit auseinander, dass die Folgen der unsachgerechten Deckelung in der stationären Versorgung nun deutlich spürbar würden.

Robbers forderte die Politik mit Nachdruck auf - unabhängig von der Einführung der Fallpauschalen im Jahre 2003 - umgehend die qualitätsgefährdende Budgetierung aufzuheben, um ein "weiteres Ausbluten" der Kliniken zu verhindern.

Die jährlich im September vom BMG veröffentlichte Veränderungsrate fasst die Zunahme der beitragspflichtigen Einnahmen in der GKV zusammen und ist Grundlage für die Anpassung der Krankenhausbudgets.