DKG-Hauptgeschäftsführer Jörg Robbers betonte, die Krankenhäuser hätten Millionen investiert, um sich auf das Fallpauschalensystem vorzubereiten. Dies sei im guten Glauben an eine Budgetanpassung mindestens in Höhe der Veränderungsrate geschehen. Robbers: "Ein Ausbleiben der Verlängerung der Entscheidungsfrist für das DRG-System bestraft geradezu diejenigen Krankenhäuser, die sich durch Leistungsorientierung auszeichnen!" Er appellierte nachdrücklich an die Ländervertreter, im Rahmen des zu erwartenden Vermittlungsverfahrens, die Verlängerung der Optionsfrist bis zum 31. Dezember 2002 zu beschließen, um Verwerfungen in der Krankenhauslandschaft zu vermeiden.

Robbers stellte klar, dass die "Nullrunde" in Wirklichkeit eine Minusrunde in Höhe von mindestens 5 Prozent für die Krankenhäuser bedeute. Der Krankenhaussektor sei bereits ohne "Nullrunde" massiven Finanzierungsproblemen ausgesetzt. Angesichts der zu erwartenden Tarifsteigerungen und den ohnehin unzureichenden Budgeterhöhungen der vergangenen Jahre erhöhe sich im Falle einer "Nullrunde" die Finanzierungslücke auf 1,7 Milliarden Euro. Damit wären rund 36.000 Stellen in den Kliniken akut gefährdet.