Die Studie, die für allgemeine Krankenhäuser repräsentativ ist, zeigt, dass 82 Prozent der Kliniken ihren Personalbestand im kommenden Jahr verringern werden. Gleichzeitig werden über 70 Prozent der Kliniken allein im Bereich der Pflege keine offenen Stellen mehr besetzen. DKG-Hauptgeschäftsführer Jörg Robbers: "Dies ist die Folge der jahrelangen patienten- und arbeitnehmerfeindlichen Budgetierungspolitik. Die ‚Nullrunde’ bringt das Fass jetzt zum Überlaufen."

Robbers warnte davor, die Auswirkungen auf die Patientenversorgung zu unterschätzen. Den Personalmangel würden die Patienten zwangsläufig spüren: "Die Belastung der verbleibenden Mitarbeiter wird steigen - während die persönliche Betreuungszeit der Patienten sich deutlich verringern wird." Unter den befragten Krankenhäusern planen ein Drittel die Einführung bzw. den Ausbau von Wartelisten. Der DKG-Hauptgeschäftsführer forderte "die Regierung auf, im Rahmen der Gesundheitsreform 2003 endlich das Ruder herumzureißen" und Schluss zu machen mit der unsachgerechten Budgetierungspolitik. Die "BAT-Schere" müsse endlich geschlossen werden, um einen völligen Personalkollaps im Krankenhaus zu verhindern.

Auch der medizinische Fortschritt im Krankenhaus wird nach den Ergebnissen der DKI-Studie langsamer Einzug halten als bisher. So werden künftig nahezu zwei Drittel der Kliniken wichtige Investitionsvorhaben zurückstellen.