"Die Spitze der Ärztegewerkschaft sollte sich im Klaren sein, dass Schönrechnen die wahre Dramatik in den Kliniken nur verschleiert", warnte Rocke. Die Probleme würden zu einem späteren Zeitpunkt dann umso massiver hervorbrechen.

Der DKG-Präsident stellte klar, dass aufbauend auf Daten des Statistischen Bundesamtes die linearen und strukturellen Tariferhöhungen inklusive Einmalzahlung unter Berücksichtigung von Arbeitstagverzicht in Ost und West mit 3,2 Prozent Steigerung für das Jahr 2003 zu Buche schlagen. Hinzu komme die Erhöhung der Lohnnebenkosten um 0,52 Prozent. Die Steigerung der Beiträge für die Zusatzversorgung der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst von bis zu 2,0 Prozent West und 4,0 Prozent Ost ließe die Kostenschere verglichen mit der Budgetentwicklung zudem bedrohlich auseinander klaffen. Durch die tatsächliche Minusrunde für die Klinken befinde sich die Finanzierung von 41.000 Krankenhausmitarbeitern in der Schwebe.   

Rocke betonte, dass die Krankenhäuser durch die unzumutbare Tariflast zunehmend in die Tarifflucht gedrängt würden. Der leistungsfeindliche BAT sei - insbesondere vor dem Hintergrund der leistungsorientierten Krankenhausvergütung nach Fallpauschalen - nicht mehr zeitgemäß.