Die Empfehlung stellt zudem klar, dass die Kernkompetenz der Brustkrebsbehandlung bei den Krankenhäusern liegt und diese daher als gleichberechtigte Vertragspartner in die Verträge zur Durchführung von DMP einzubeziehen sind.

DKG-Hauptgeschäftsführer Jörg Robbers bewertete die Vereinbarung als richtungsweisend für den Abschluss von Brustkrebs-DMP: "Die unmittelbare Therapieplanung und -durchführung findet aufgrund der Struktur und des fachlichen Hintergrunds in der Regel im Krankenhaus statt. Für die Behandlungsqualität der Patientinnen ist damit ein entscheidender Fortschritt erzielt worden".

Robbers bekräftigte, dass die Vereinbarung von hoher Signal-Wirkung auch für weitere Diagnosen der Chroniker-Behandlungsprogramme sei. So sei ebenfalls eine gemeinsame Empfehlungsvereinbarung für die Behandlung der Koronaren Herzkrankheit (KHK) im Rahmen der DMP geplant. Der DKG-Hauptgeschäftsführer betonte, dass über die Umsetzungvereinbarung hinaus die Durchführung eines Brustkrebs-DMP auch ausschließlich mit Krankenhäusern durch Neuregelungen im Rahmen der Gesundheitsreform möglich sein müsse.

Mit der Umsetzungsempfehlung unterstrichen DKG und GKV ihre Bereitschaft, durch sektorübergreifende Maßnahmen an der Verbesserung der Behandlungsqualität bei Brustkrebs mitzuwirken. Der Gesetzgeber hatte im Juli 2002 mit der 4. Änderungsverordnung zum Risikostrukturausgleich (4. RSAV-ÄndV) die Voraussetzungen zur Einführung von strukturierten Behandlungsprogrammen (DMP) geschaffen.