Dies beschloss der Ständige Ausschuss der Krankenhäuser in Europa (HOPE) im Mai 2003 auf seiner Vollversammlung in Caramulo/Portugal. Die Vollversammlung bekräftigte damit die Vorschläge einer Arbeitsgruppe zur strategischen Neuausrichtung von HOPE, an der auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) maßgeblich beteiligt war.

Als Zusammenschluss der europäischen Krankenhausverbände arbeitet HOPE bereits jetzt in der vom Rat der europäischen Gesundheitsminister eingerichteten "hochrangigen Arbeitsgruppe zur Patientenmobilität und zur Entwicklung der europäischen Gesundheitspolitik" mit. Zudem ist HOPE im "Europäischen Gesundheitsforum" - dem von der EU-Kommission eingerichteten "runden Tisch" des europäischen Gesundheitswesens - vertreten. Der europäische Krankenhausverband will jedoch in Zukunft verstärkt politisch auftreten. So will HOPE künftig auch Stellungnahmen zu Gesetzgebungsmaßnahmen auf EU-Ebene vorlegen.

Als aktuelles Beispiel für eine notwendige europäische Lobbyarbeit betrachtet der europäische Krankenhausverband die EU-Arbeitszeitrichtlinie. Die HOPE-Frühjahrstagung machte deutlich, dass insbesondere die Kliniken in Frankreich und Großbritannien bei Umsetzung des EuGH-Urteils zum ärztlichen Bereitschaftsdienst ähnliche Probleme wie Deutschlands Krankenhäuser fürchten. Vor diesem Hintergrund beschlossen die Delegierten die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die die Konsequenzen des europäischen Arbeitszeitrechts und Schlussfolgerungen für die Lobbyarbeit von HOPE ziehen soll. Die DKG ist in dieser Arbeitsgruppe ebenfalls vertreten.

HOPE reagiert mit den strategischen Entscheidungen auf die veränderten Rahmenbedingungen in der EU, die mit dem Amsterdamer Vertrag mehr direkte Kompetenzen in der Gesundheitspolitik erhalten hat. Um die politische Präsenz vor Ort zu verstärken, entschied die HOPE-Vollversammlung, die Geschäftsstelle im Herbst 2003 von Leuven nach Brüssel zu verlegen. Zugleich wählten die Delegierten den bisherigen Geschäftsführer der Französischen Krankenhausgesellschaft, Pascal Garel, zum neuen Geschäftsführer. Garel folgt zum 1. September 2003 dem langjährigen HOPE-Geschäftsführer Professor Kris Schutyser, nach.