„Qualität und Patientensicherheit sind Kernkompetenzen der Krankenhäuser in Deutschland. Auch der diesjährige Qualitätsreport macht einmal mehr deutlich, welch hohes Qualitätsniveau die deutschen Krankenhäuser erreicht haben: Von über 2,5 Millionen Datensätzen gibt es lediglich bei 1.761 qualitative Auffälligkeiten. Das heißt, wir haben eine qualitativ hochwertige Quote von über 99 Prozent. Kein anderer Bereich im deutschen Gesundheitswesen sei so weit in der Qualitätssicherung und Qualitätstransparenz wie die Krankenhäuser. Zudem steht der Krankenhausbereich auch international an der Spitze bei der Weiterentwicklung der Qualitätssicherungsmethodik. Deutlich wird, dass die gemessene und nachgewiesene Qualität viele Diskussionen über Qualitätsprobleme als überzogen und Schlechtredekampagnen entlarvt. Wir müssen aufpassen, dass die Qualitätsdiskussion nicht zum Selbstzweck und zur Durchsetzung von Partialinteressen verkommt. Dies gelte insbesondere für immer höhere Strukturqualitätsanforderungen und unrealistische Personalausstattungsvorgaben. So müssen sich die Bundesländer beim zukünftigen Einsatz von Qualitätsindikatoren für die Krankenhausplanung fragen lassen, ob deren unzureichende Investitionsmittelbereitstellung mit den geforderten Qualitäten in Einklang stehen. Gleiches gilt für die Kostenträger bei immer weiter steigenden Personalausstattungsanforderungen.

Von einer neuen Regierungskoalition erwarten die Krankenhäuser eine deutliche Begrenzung der Kontrollbürokratie bei der Qualitätssicherung. Die gerade stattfindende Ausweitung von MDK-Kontrollen auf sämtliche Datenerfassungen für Qualitätssicherungsmaßnahmen muss gestoppt werden.“