„Erneut hinkt die Entwicklung der Ausgaben für die Krankenhausbehandlung der Gesamtentwicklung der Leistungsausgaben hinterher. Mit dem moderaten Anstieg von 2,5 Prozent je Versichertem, liegen wir im stationären Bereich weit unter der durchschnittlichen Ausgabenentwicklung von 3,1 Prozent. Kein anderer maßgeblicher Leistungsbereich hat einen so geringen Zuwachs zu verzeichnen. Der markante Anstieg der Verwaltungskosten entzieht Mittel, die in der medizinischen Versorgung fehlen.

Dies liegt auch daran, dass die Finanzierungsverbesserungen, die die Krankenhausreform vorgesehen hat, durch verschleppende Strategien der Krankenkassen noch immer nur teilweise bei den Krankenhäusern angekommen sind oder aber, wie gerade bei der Notfallvergütung geschehen, gar nicht ankommen werden.

Zudem zeigt sich einmal mehr, dass die Horrorszenarien der Krankenkassen und des von ihnen instrumentalisierten Schätzerkreises bewusst überhöhte Entwicklungen prophezeien, um die Politik unter Druck zu setzen. Hier gilt weiter unsere Forderung, dass die maßgeblichen Leistungserbringerorganisationen in den Schätzerkreis einbezogen werden.“