Maier, zugleich Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Essen, bezeichnete das Pflegeberufegesetz als eine wichtige Maßnahme zur Personalsicherung. Das Gesetz sei ein wirksames Instrument gegen den Fachkräftemangel. Die Möglichkeit, im Laufe des Berufslebens innerhalb der pflegerischen Tätigkeitsfelder zu wechseln, steigere nachweislich die Attraktivität des Berufsbildes Pflege. „Denn: Ohne gut ausgebildete Pflegefachpersonen ist eine hochqualitative Patientenversorgung nicht möglich“, machte Maier deutlich. Der im Gesetzentwurf verankerte generalistische Ansatz bereite die Pflegenden adäquat auf die komplexen Anforderungen im stationären, interdisziplinär geprägten Versorgungsalltag vor. Sie appellierte an die Politik, das Pflegeberufegesetz nicht untergehen zu lassen. „Es geht um die Gestaltung der Zukunft. Dazu müssen wir Mut haben, auch neue Wege zu gehen“, forderte die Essener Pflegedirektorin.

Ganz in diesem Sinne lautet das Generalthema des diesjährigen Deutschen Krankenhaustages „Zukunft gestalten“. Er findet vom 14. bis 17. November 2016 im Rahmen der weltweit größten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf statt.

Der 39. Deutsche Krankenhaustag bietet den Besuchern zahlreiche gesundheitspolitische und praxisorientierte Veranstaltungen: Das Spektrum reicht von Qualitätsanforderungen und Krankenhausplanung, Pflege, IT-Einsatz im Krankenhaus, Patientenzufriedenheit, Betriebskostenfinanzierung bis hin zur zentralen Problematik der Investitionsfinanzierung. Interessante Diskussionen und Vorträge sind auch im Zusammenhang mit dem aktuellen Umsetzungsstand der Krankenhausreform zu erwarten. Die Schwerpunktveranstaltung „Krankenhausstrukturgesetz: Umsetzungs-Monitoring“ wird den Stand im Bereich der Qualitätsoffensive und der Finanzierungsvorgaben der Klinikreform überprüfen.

Ein weiteres Highlight ist das Krankenhaus-Träger-Forum. Dort werden zentrale Themen wie der reale Investitionsbedarf, die Anforderungen an demographiefeste Kliniken und kultursensible Krankenhäuser aus dem Blickwinkel der Patienten und der Krankenhausträger diskutiert.

Dialog und Patientenzufriedenheit im Krankenhausalltag stehen auf der Fachtagung des neu gegründeten Bundesverbandes der Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) auf dem Programm. Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, unterstreicht durch seine Mitwirkung bei dieser Veranstaltung die besondere Bedeutung der Patientenfürsprecher für Patienten und Klinikpersonal.

Die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes im Krankenhaus steht im Forum „Pflege im Krankenhaus“ im Mittelpunkt der Diskussionen. Dabei werden unter anderem Themen wie die bedarfsgerechte Personalfinanzierung, Ausstattung und Personalschlüssel erörtert.

Die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag, erwartet an den vier Kongresstagen über 1.600 Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik. Das Programm bietet umfassende Gelegenheit zur Diskussion zwischen den Partnern im Gesundheitswesen und den Beschäftigten im Krankenhaus. Das ausführliche Kongress-Programm kann unter www.deutscher-krankenhaustag.de herunter geladen werden.

Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.