„Mit 2,4 Prozent sind die Krankenhausausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen deutlich weniger als die Gesamtausgaben (3,1 Prozent je Versicherten) gestiegen und decken somit nicht die hohen Kostensteigerungen, die die Krankenhäuser insbesondere aufgrund der Tarifabschlüsse haben. Die begrenzten Zuwächse machen deutlich, dass für Tarifforderungen von drei und mehr Prozent überhaupt keine Finanzierungsspielräume bestehen.

Mit 4,5 Prozent steigen die Verwaltungskosten der Krankenkassen deutlich überproportional. Bei allem Verständnis für die Erwartungen der Mitarbeiter der Krankenkassen für eine gute Altersversorgung steht dies im krassen Widerspruch zur Bereitschaft der Krankenkassen in den Kliniken für das Personal ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen.

Erneut zeigen die Zahlen, dass die jährlichen Schätzungen des Schätzerkreises, bei dem die Leistungserbringer ausgeschlossen sind, von Seiten der Krankenkassen instrumentalisiert werden. Die Tatsache, dass die Schätzungen immer höher als die Realitäten sind, muss endlich Anlass sein, die Leistungserbringer in den Schätzerkeis aufzunehmen.“