Das Krankenhausstrukturgesetz, das 2016 in Kraft tritt, sei ein wichtiger Schritt hin zu einer Versorgung, die wieder näher am Patienten sei. Hinsichtlich der nach wie vor mangelhaften Investitionsfinanzierung liege der Ball jedoch weiterhin im Feld der Bundesländer. Bei einer von Jahr zu Jahr kumulierenden Unterfinanzierung der Kliniken von rund 3 Milliarden Euro pro Jahr allein in diesem Bereich könnten die Krankenhäuser die Länder nicht aus der Verantwortung lassen. „Dies bleibt trotz der verbesserten Krankenhausreform nicht länger hinnehmbar“, stellte Düllings fest.

Wie ernst die Anliegen der Mitarbeiter und Patienten in den Krankenhäusern genommen werden, zeigte auch der Entwicklungsprozess der bevorstehenden Krankenhausreform, der von großer Dialogbereitschaft auf allen Seiten gekennzeichnet war. Ganz in diesem Sinne lautet das Generalthema des diesjährigen Deutschen Krankenhaustages „Reform 2015 – vom Patienten her gedacht?“. Er findet vom 16. bis 19. November 2015 im Rahmen der weltweit größten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf statt.

Kongresspräsident Prof. Dr. Hans-Fred Weiser, zugleich Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands, und DKG-Präsident Thomas Reumann werden bei der Auftaktveranstaltung mit Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe und Johann-Magnus von Stackelberg, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, aktuelle gesundheitspolitische Fragen erörtern. Einen zentralen Schwerpunkt bildet auch hier das Krankenhausstrukturgesetz.

Im Rahmen der DKG-Informationsveranstaltung „Das G-DRG-System 2016“ befassen sich die Fachreferenten am Eröffnungstag mit der Krankenhausfinanzierung. Sowohl die Weiterentwicklung des Fallpauschalensystems im Krankenhaus als auch das aktuell viel diskutierte Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (PEPP) werden Gegenstand der Informationsveranstaltung sein, die unter dem Tagungsvorsitz des Hauptgeschäftsführers der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, stattfindet.

Qualität ist das zentrale Thema am zweiten Kongresstag. Mit „Kernkompetenz Qualität“ sowie der Frage „Wem hilft der Strukturfonds?“ setzen sich verschiedene Experten im Krankenhaus-Träger-Forum detailliert auseinander. So werden beispielsweise die Qualitätsanforderungen aus Sicht des neu gegründeten Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) von dessen Leiter, Dr. Christof Veit, vorgestellt. Der wichtigen Frage „Was ist (messbare) Qualität in der Medizin?“ gehen beim BDI-Symposium Fachreferenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln nach.

Der Einsatz neuer Techniken kommt sowohl bei der Veranstaltung „Innovationsschub Telemedizin“ als auch in der „Entscheiderfabrik“ zur Sprache, bei der es um „Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz“ geht.

Ganz im Zeichen des diesjährigen Generalthemas steht am dritten Tag auch das Forum „Pflege im Krankenhaus“. Inhaltlich beschäftigt es sich mit „Empowerment von Patienten“, der „Pflege von Morgen im Krankenhaus“ sowie der Sicherung von Versorgungskontinuität. Das Management Forum widmet sich dem Thema „Risiko“ in ganz unterschiedlichen Facetten. In der Fachtagung des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte (VLK) geht es um „Die Generationenfreundliche Klinik“. Eingehend thematisiert wird an diesem Tag auch die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV). Unter anderem gewährt Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA-Mitglied, einen Überblick über „Status Quo und Perspektiven“ dieses gesundheitspolitischen Dauerbrenners.

Der 38. Deutsche Krankenhaustag endet mit der „3rd Joint European Hospital Conference“, die von European Hospital and Healthcare Federation (HOPE), der European Association of Hospital Managers (EAHM) sowie der European Association of Hospital Physicians (AEMH) veranstaltet wird. Sie setzt sich mit der patientenorientierten Krankenhausversorgung in der Zukunft sowie in der Praxis auseinander.

Die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag, erwartet an den vier Kongresstagen über 1.800 Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik. Das Programm bietet umfassende Gelegenheit zur Diskussion zwischen den Partnern im Gesundheitswesen und den Beschäftigten im Krankenhaus. Das ausführliche Kongress-Programm kann unter www.deutscher-krankenhaustag.de herunter geladen werden.

Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.