Extremkostenbericht für das Jahr 2015

Der erstmals für das Jahr 2015 veröffentlichte Bericht stellt die Vorgehensweise zur Ermittlung und Analyse von sogenannten Kostenausreißerfällen sowie die Analyseergebnisse vor. Im Rahmen der Analysen wurden gemäß den gesetzlichen Vorgaben über den Kalkulationsdatensatz hinausgehende detaillierte fallbezogene Kosten- und Leistungsdaten von den an der Kalkulation teilnehmenden Krankenhäusern erhoben, um beispielsweise die Kosten der Intensivstation oder die Personalkosten im OP-Bereich sachgerechter zu erfassen. Um diese zusätzlichen Informationen zu erhalten, hat das InEK zusammen mit den an der Kalkulation beteiligten Krankenhäusern mehr als 70.000 Fälle analysiert.

Der Bericht zeigt, dass die Weiterentwicklung des Fallpauschalensystems durch den DRG-Katalog 2015 und dabei insbesondere durch die Einführung der „Aufwendigen intensivmedizinischen Komplexbehandlung“, Kostenausreißer besser abbildet. Mit Blick auf die Pflege und Weiterentwicklung des DRG-Katalogs 2016 wird das InEK auf Basis des Extremkostenberichts beauftragt zu prüfen, inwiefern durch weitere Anpassungen der Klassifikation die Abbildung von kinderonkologischen Fällen verbessert werden kann.

Nach über zehn Jahren konsequenter Systementwicklung gibt es nun mit dem jährlichen Bericht ein neues Instrument, Extremkostenfälle noch sachgerechter im Fallpauschalensystem abzubilden. Zugleich bleibt diese Aufgabe, eine sachgerechte Abbildung hochaufwendiger Fälle, als zentrales Element des lernenden Systems der Fallpauschalen bestehen. Dabei ist die Methodik der Analyse von Extremkostenfällen in den kommenden Jahren stetig weiterzuentwickeln.

Der Bericht für 2015 wird vom InEK unter http://www.g-drg.de veröffentlicht.

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