Das Thema Qualität in der medizinischen Versorgung ist derzeit ganz oben auf der politischen Agenda. Unter dem Tagungsvorsitz von DKG-Präsident Alfred Dänzer stellt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, BMG-Staatssekretär Karl-Josef Laumann, die Erwartungen der Bundesregierung zur Qualität und Patientensicherheit dar. Thomas Reumann, Landrat des Kreises Reutlingen, beleuchtet die Qualitätssicherung als Trägeraufgabe. Welche Möglichkeiten Kliniken bei Personalknappheit haben und ob feste Personalschlüssel zur Verbesserung der Versorgungsqualität und der Arbeitsbedingungen beitragen können, diskutieren im zweiten Themenblock „Personalsicherung“ Horst Defren, Geschäftsführer der evangelischen Kliniken Essen-Mitte, und der Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Münster, Prof. Dr. Norbert Roeder. In der Session „Strategien der Zukunftssicherung“ hinterfragt DKG-Ehrenpräsident Dr. Rudolf Kösters Möglichkeiten und Grenzen von innovativen Kooperationsstrategien. Dr. Josef Düllings, Präsident des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands, stellt Strategien für Krankenhäuser auf der Basis von Portfolio-Modellen vor. Welche Herausforderungen im Bereich der IT auf die Kliniken zukommen, erläutert abschließend Peter Asché, Kaufmännischer Geschäftsführer des Universitätsklinikums Aachen.

Ohnehin spielen die künftigen Herausforderungen für die Krankenhäuser beim diesjährigen Krankenhaustag eine wichtige Rolle. So spricht in der Auftaktveranstaltung die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz, über die geplante Krankenhausreform und Qualitätsoffensive. Zusammen mit Kongresspräsident Prof. Dr. Hans-Fred Weiser, Johann-Magnus von Stackelberg, dem stellv. Vorstandsvorsitzenden des GKV-Spitzenverbands sowie DKG-Präsident Alfred Dänzer wird sie über die Perspektiven und Erwartungen des stationären Sektors diskutieren.

Neben gesundheitspolitischen Debatten beschäftigt sich der Deutsche Krankenhaustag in seinen zahlreichen Foren mit vielen konkreten Herausforderungen des Krankenhaus-, Pflege- und ärztlichen Alltags: Patientenaufklärung, IT-Controlling, Telenursing, Krankenhausbau, Prozessoptimierung, Investitionsstau oder Supply Chain Management stehen dabei auf dem Kongressprogramm. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Fortentwicklung des Fallpauschalensystems im Krankenhaus. In der DKG-Informationsveranstaltung „Das G-DRG-System 2015“ werden die Referenten auch über die Herausforderungen des neuen Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen informieren.

„Beste Qualität braucht bessere Finanzierung“ – so lautet das Generalthema des diesjährigen Deutschen Krankenhaustages. Als das Informations- und Diskussionsforum führt der Krankenhaustag die verschiedenen im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen zusammen. Zahlreiche gesundheitspolitische und praxisorientierte Vorträge beleuchten die aktuellen strukturellen sowie finanziellen Herausforderungen der Branche.

Weitere Informationen finden Sie auch im beigefügten Kongressprogramm.

Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.