„12.500 vermutete und 3.900 bestätigte Behandlungsfehler einschließlich in der Zahnmedizin meldet der MDK! Damit werden die vom AOK Bundesverband noch im Januar behaupteten 19.000 Toten aufgrund vermeidbarer Behandlungsfehler endgültig als unseriös entlarvt. Für die Krankenhäuser steht außer Frage, dass jeder Behandlungsfehler immer einer zu viel ist. Deshalb sind zwischenzeitlich in allen Krankenhäusern Fehlervermeidungsstrategien eingeführt. Dazu gehört auch der offene Umgang mit erkannten Fehlern.

Wenn aus dem Vorstand des AOK Bundesverbandes heute dennoch erklärt wird: „Alle wissen, dass der Kliniksektor zu wenig am Bedarf und am Effekt der Patienten orientiert ist“, zeugt dies von einer fortgesetzten Konfrontationskultur dieser großen gesetzlichen Krankenkasse gegen die Krankenhäuser. Die Leidtragenden dieser Diffamierungskampagne sind die verunsicherten Patienten. Denn auch die 24 Mio. Versicherten der Ortskrankenkassen wissen und erleben, dass die Kliniken und ihre 1,1 Mio. Beschäftigten tagtäglich zehntausenden Menschen mit akuten gesundheitlichen Problemen zum Teil lebensrettende Hilfen leisten.

Angesichts dieser versorgungspolitischen Errungenschaft, für die Deutschland weltweit Anerkennung findet, diskreditiert sich die AOK erneut als ernstzunehmender Gesprächspartner.“