Tatsachen für den Krankenhausbereich in Deutschland seien, dass

-    von allen bearbeiteten Anträgen zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern bei den Schlichtungsstellen der Ärztekammern 82 auf Todesfälle entfielen,

-    aus Schadendatenbanken von Haftpflichtversicherern ca. 1.200 Schadensansprüche mit Todesfallhintergrund hochgerechnet werden könnten,

-    laut Report vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen selbst insgesamt nur 8.600 Fälle vermuteter Behandlungsfehler für den Krankenhausbereich genannt würden. (8.600 bei behaupteten 188.000!!) Über Todesfälle würden dabei überhaupt keine Angaben gemacht

-    die Annahme, jeder zehnte der im Report behaupteten 188.000 Behandlungsfehler sei so gravierend, dass Patienten zu Tode kämen, absolut unseriös ist. Aus leider geschehenen, kleineren Behandlungsfehlern wie Medikamentenverwechslungen oder leichteren Infektionen sei dies nicht Schluss zu folgern.

Der Präsident der DKG kritisierte, dass diese Daten in einer seriösen wissenschaftlichen Aufarbeitung berücksichtigt hätten werden müssen. Dagegen seien Schätzungen (schon damals keine Fakten) aus den Jahren 1996 – 2006 „fortgeschätzt“ worden, obwohl alle Experten wüssten, dass in den letzten Jahren fundamentale Weiterentwicklungen bei der Installierung von Vorkehrungen und Instrumenten zur Verbesserung der Patientensicherheit und der Qualität der Krankenhausleistungen erfolgt seien. Die von der AOK angegebene Höhe der Todesfälle infolge von Behandlungsfehlern in Krankenhäuser erweise sich vor dem Hintergrund der Faktenanalysen als absolut unseriös. „In unverantwortlicher Weise wird offensichtlich das Ziel verfolgt, die Leistungen der Krankenhäuser und ihrer über eine Million engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verunglimpfen und die Patienten zu verunsichern“, kritisierte Dänzer. Er erwarte, dass der Spitzenverband der Ortskrankenkassen, der auch viele tausende AOK-versicherte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser vertritt, den Anstand besitze, sich für die Falschbehauptungen im WiDO-Report 2014 zu entschuldigen.