Hochrangige Referenten aus ganz Europa werden den Stand der „Umsetzung der EU-Patientenrechte-Richtlinie“ aus Sicht der EU-Kommission und zahlreicher EU-Mitgliedsstaaten aufzeigen. Die Patientenrechte-Richtlinie soll Patienten einen grenzüberschreitenden Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen samt freier Arzt- und Krankenhauswahl in der gesamten EU ermöglichen. Voraussetzung hierfür ist ein umfangreiches Informationsangebot zu Preisen und Behandlungsqualität aller Leistungserbringer an die Patienten. Entsprechende Informationen zur Ausübung ihrer Rechte werden den Patienten dabei über nationale Kontaktstellen zur Verfügung gestellt. Andrzej Rys, Direktor für öffentliche Gesundheitssysteme in der Europäischen Kommission, wird in seinem Eröffnungsstatement die aktuellen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Europäischen Patientenrechte-Richtlinie erläutern und anschließend mit den Besuchern diskutieren. Auf der Agenda des Veranstaltungsplans am Vormittag stehen weiter Themen wie der „Stand des Aufbaus der nationalen Kontaktstellen“ oder die „Vorbereitungen in den nationalen Gesundheitssystemen“.

„Mit Blick auf die Umsetzungsfrist der Richtlinie in nationales Recht am 25. Oktober könnte das Diskussionsforum aktueller nicht sein: Die European Hospital Conference ist eine zwingende Konsequenz aus der stark wachsenden Bedeutung der EU für die Krankenhaus- und Gesundheitsversorgung. Die Entscheider im Krankenhauswesen in Europa brauchen eine Plattform, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren. Der Deutsche Krankenhaustag bildet hierfür den idealen Rahmen“, betont Georg Baum, Präsident von HOPE und Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Die Nachmittagsveranstaltung der Europa-Konferenz wird den „Innovationszugang in den Krankenhäusern Europas“ in den Fokus rücken. Der Einsatz von Innovationen ist für eine lückenlose Patientenversorgung unerlässlich und stellt nicht selten die einzige Behandlungsoption dar. Bei der Entwicklung und Einführung von medizinischen Innovationen besitzen die Kliniken eine herausragende Bedeutung. Um die Innovationskraft, die von Krankenhäusern ausgeht, zu sichern, bedarf es zusätzlich einer angemessenen Bereitstellung notwendiger Investitionsmittel. Gleichzeitig stellt die Innovationsentwicklung einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Beispielsweise sind hohe Exportraten von Medizinprodukten nur durch eine enge Zusammenarbeit von Kliniken mit Herstellern von Medizinprodukten realisierbar. In seinem Vortrag „Nutzenentscheidungen über innovative medizinische Verfahren und Medicalprodukte in Europa“ wird Serge Bernasconi, CEO European Medical Technology Industry Association (Eucomed), einen aktuellen Überblick über neueste Innovationen aufzeigen. Die weiteren Referenten werden insbesondere die „Nutzen-Entscheidungen in der Praxis“ aus Sicht verschiedener EU-Mitgliedsstaaten näher beleuchten. Die abschließende Diskussion auf der „2nd Joint European Hospital Conference“ wird die Statements kritisch hinterfragen und innovative Lösungsansätze für die künftige stationäre Versorgung in Europa aufzeigen.

Weitere Informationen sind dem beigefügten Programm der „2nd Joint European Hospital Conference“ sowie dem Kongressprogramm des 36. Deutschen Krankenhaustages zu entnehmen.

Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.