„Neonatologische Stationen sind medizinische Hochleistungseinrichtungen, die seit jeher qualifizierte Ärzte und Pflegepersonal und hochwertige interdisziplinäre Vorhaltungen nachweisen müssen. Die Zulassung erfolgt über die Krankenhausplanung der Länder.

Die DKG beobachtet mit Sorge, dass die Anforderungen an hochspezialisierte Leistungseinheiten in Krankenhäusern mit Personalausstattungsvorschriften im Sinne idealtypischer Ausstattung überzogen werden. Hier wird zu sehr den Forderungen von Berufs- und Verbraucherverbänden stattgegeben. Die Kliniken werden durch den aktuellen G-BA-Beschluss in eine Personalausstattung gezwungen, die derzeit flächendeckend nicht realisierbar ist. Deshalb hat die DKG für eine Übergangsfrist bis 2017 plädiert. Sollte sich bis dahin zeigen, dass die Ausstattungsnormen nicht realisiert werden können, muss im Interesse der Versorgungssicherung der Frühchen dieser Beschluss revidiert werden können.

Nicht akzeptiert werden kann, dass die Krankenkassen immer höhere Ausstattungsnormen fordern, die Refinanzierung der so entstehenden Kosten den Kliniken aber verweigern. Also ist der Gesetzgeber gefordert. Höhere Qualitätsanforderungen müssen 1 : 1 refinanziert werden.“