„Der GKV-Spitzenverband unterliegt einer Fehleinschätzung. Fakt ist: 96 Prozent aller abgerechneten Fälle werden selbst nach intensiver Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) nicht beanstandet. Bei den beanstandeten Rechnungen handelt es sich in der überwiegenden Zahl um medizinische Streitfälle. Das effektive Rückzahlungsvolumen liegt unter 1 Prozent. Gleichzeitig müssen die Krankenhäuser jährlich rund 700 Millionen Euro an Prüfungskosten aufbringen. Darüber hinaus ist es schlichtweg falsch, dass das durch die Prüfungen in Frage gestellte Finanzvolumen von zwei Milliarden Euro mit Falschabrechnungen gleichgesetzt wird. Bereits ein im Herbst 2011 veröffentlichtes Gutachten der renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO zeigt, dass der überwiegende Teil der MDK-Prüfungen sich nicht auf die sachlich-fachliche Abrechnungsprüfung, sondern auf die nachträgliche Infragestellung der von den Kliniken in der akuten Phase der Patientenversorgung erbrachten medizinischen Leistungen bezieht. Die Krankenhäuser richten dabei ihre Leistungen an den Nöten der Patienten aus. Die Infragestellung dieser Leistungen durch die Krankenkassen nimmt zum Teil Züge einer zynischen Sparpolitik gegen die Versicherten an.“