Ihre wirtschaftliche Lage schätzte 2012 nur noch gut ein Viertel der Kliniken als gut ein. Noch pessimistischer fallen die Zukunftserwartungen der Krankenhäuser für 2013 aus. Nur 22 Prozent erwarten eine Verbesserung, jedoch fast 40 Prozent der Krankenhäuser eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation. Ursächlich dafür sind einerseits die vom Gesetzgeber verfügten milliardenschweren Kürzungen zu Lasten der Kliniken. Andererseits die fortgesetzt hohen Personal-, Energie- und Sachkostensteigerungen, die die Kliniken wegen der ebenfalls vom Gesetzgeber gedeckelten Preise nicht decken können.

In dieser prekären finanziellen Situation treffen Zahlungsverzögerungen und Zahlungsverweigerungen der Krankenkassen die Kliniken umso härter. Zwei Drittel aller Krankenhäuser in Deutschland sind davon regelmäßig betroffen. Die aktuellen Außenstände aus Zahlungsverzögerungen und Zahlungsverweigerungen haben sich inzwischen bundesweit auf 1,1 Milliarden Euro aufsummiert. Die Liquidität der Krankenhäuser ist dadurch empfindlich beeinträchtigt.

Die Koalition ist aufgerufen, die sich verschlechternde finanzielle Lage der Krankenhäuser ernst zu nehmen. Statt den Krankenhäusern 750 Millionen Euro in Summe für dieses und das kommende Jahr zu kürzen, muss die Regierungskoalition den Krankenhäusern finanziell helfen.

Die Ergebnisse des Krankenhaus Barometers 2012 beruhen auf der schriftlichen Befragung einer repräsentativen Stichprobe von zugelassenen Allgemeinkrankenhäusern ab 50 Betten in Deutschland, welche von Februar bis Juni 2012 durchgeführt worden ist. Beteiligt haben sich insgesamt 245 Krankenhäuser.