"Grundsätzlich ist zu begrüßen, dass die Union erkennt, dass die Krankenhäuser mehr Pflegepersonal brauchen und dieses nicht bezahlen können. Keine Lösung bietet aber der von der Union geforderte Gehaltserhöhungsverzicht. Die vom Marburger Bund geforderten 6 Prozent für Ärzte können die Krankenhäuser ohnehin nicht bezahlen.

Denn Union und FDP geben für 2013 einen Vergütungszuwachsspielraum per Gesetz von deutlich unter 2 Prozent vor. Zudem vollziehen sie weitere Kürzungen von 750 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren bei den Krankenhäusern. Mittel, die den Häusern fehlen, bei Gesundheitsfonds und Kassen aber den Milliarden-Überschuss weiter erhöhen.

Die Lösung der Personalfinanzierung der Kliniken liegt im Verzicht auf die Kürzungen und die Aufhebung der gesetzlichen Vergütungsdeckelung. Nicht realisierbare Gehaltserhöhungen zur Finanzierung von mehr Personal in den Krankenhäusern ist vielleicht gut gemeint, hat aber die Qualität einer Luftbuchung."