Der GKV-Schätzerkreis hat am 11. Oktober 2012 die Prognose für die Finanzlage des Gesundheitssystems für 2013 vorgestellt.

Gemäß der Prognose für das Jahr 2012 wird ein Überschuss im Gesundheitsfonds von 3,2 Mrd. € erwartet. Damit würde der Gesamtüberschuss bis Ende 2012 auf 12,7 Mrd. € ansteigen. Für das Jahr 2013 wird ein weiterer Anstieg der Reserven um 1,6 Mrd. € auf 14,3 Mrd. € prognostiziert.

Im Jahr 2011 hatte der GKV-Schätzerkreis für das Jahr 2012 nur ein Anstieg der Reserven um 0,3 Mrd. € erwartet. Die jetzige Prognose übersteigt die vorherige Schätzung um 2,9 Mrd. € und geht von einem Gesamtüberschuss von 3,2 Mrd. € im Jahr 2012 aus. Dies belegt eindeutig, dass der vom GKV-Schätzerkreis prognostizierte Ausgabenanstieg von 4,5 % für Krankenhausbehandlungen zu hoch angesetzt war. Entgegen der Schätzung sind die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen im ersten Halbjahr 2012 nur um 3,4 % gestiegen.

Unter Berücksichtigung der Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen von 12,8 Mrd. € ergibt sich ein Gesamtüberschuss von mindestens 25,5 Mrd. € bis Ende 2012.

Im Hinblick auf die Ausgabenentwicklung rechnet der GKV-Schätzerkreis für das Jahr 2013 mit einem Anstieg um 4,6 % je Versicherten. Wie auch letztes Jahr ist der erwartete Ausgabenanstieg für Krankenhausbehandlungen vergleichsweise hoch angesetzt. Im Vorfeld zur Veröffentlichung wurde in der Presse berichtet, dass der GKV-Schätzerkreis für das Jahr 2013 einen Ausgabenanstieg von 4,25 % für Krankenhausbehandlungen prognostiziert. Dieser Wert ist im offiziellen Schätzergebnis 2013 nicht wiedergegeben und wird daher nicht bestätigt.


Die DKG hat mit einer Pressmitteilung auf die Veröffentlichung reagiert.