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08. Dezember 2009

Konrad-Adenauer-Stiftung denkt über soziale Gesundheitswirtschaft nach

Mit ihrem im November dieses Jahres in der Schriftenreihe "Zukunftsforum Politik" erschienenen Beitrag "Soziale Gesundheitswirtschaft" liefert die den Unionsparteien nahestehende Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) einen Beitrag in der Diskussion um die künftige Gestaltung des Gesundheitswesens.

Mit dem Dokument erweitern die Autoren (Arnold, Borchard, Henke, Lohmann, Ludewig-Thaut, Straub) die im August 2006 vom KAS-Gesprächskreis „Bessere Medizin zu bezahlbaren Preisen/ Mehr Qualität und Effizienz durch Wettbewerb/ Plädoyer für die Stärkung des Bürgers im Gesundheitswesen“ aufgestellten zehn Thesen um einen zweiten Teil eines „Ordnungsrahmens für eine Soziale Gesundheitswirtschaft“.

Das Thesenpapier konzentriert sich im Wesentlichen auf die Krankenhausversorgung. Generell sprechen sich die Autoren für eine stärker patientenorientierte und sektorübergreifende Behandlung aus, die mit innovativer Prozessorientierung und mit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ein für den Verbraucher übersichtliches Versorgungsnetz zur Verfügung stellt und die veränderten gesellschaftlichen Bedarfe abbilden kann. Erste positive Vorbilder seien Krankenhäuser als Orte umfassender Gesundheitsangebote mit einer breiten Dienstleistungs- und Produktpalette.

Die Verfasser gehen von der Entwicklung eines Wettbewerbs um bessere Qualität und niedrigere Preise aus, in dem die leistungsfähigen Anbieter ihre Gesundheitsleistungen in einem guten Preis-Leistungsverhältnis als „Marken-Medizin“ anbieten werden.

Innovationshemmnisse in Form der dualen Krankenhausfinanzierung könnten nach Ansicht der Autoren durch die Einführung der Monistik beseitigt werden. Spielräume hierfür ergäben sich durch eine reduzierte Mehrwertsteuerpflicht von 7% auf alle Gesundheitsleistungen bei gleichzeitiger Gewährung des Rechts auf Vorsteuerabzug für Krankenhäuser. Der Staat, der künftig nur als „Gewährleistungsstaat“, nicht aber als „Versorgungsstaat“ agieren solle, würde entlastet und seine Steuerausfälle durch die Wirkung des Vorsteuerabzugs kompensiert.

Die 29seitige Broschüre finden Sie im Anhang bei nachstehendem Link als Datei zum herunterladen:

http://www.kas.de/wf/doc/kas_17746-544-1-30.pdf

Die KAS hat das Thesenpapier bereits politischen Entscheidungsträgern vorgestellt und wird es im kommenden Jahr möglicherweise bei einer öffentlichen Veranstaltung zur Diskussion mit Fachleuten stellen.






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