Die Krankenhaus-Restrukturierungsstudie 2016 bildet eine heterogene, repräsentative Stichprobe an Krankenhäusern ab.

Zusammenfassend wurde festgestellt:

1. Die große Mehrheit der Krankenhäuser hätte im vergangenen Jahr den Umsatz erneut erhöht – auch für 2016 sei ein weiterer Wachstum zu erwarten.

2. Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser habe sich leicht entspannt, jedoch hätten immer noch 30 % der Krankenhäuser im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Überschuss erwirtschaftet.

3. Die Krankenhäuser würden für das laufende Geschäftsjahr 2016 von einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation ausgehen. Mittelfristig gingen sogar mehr als 70 % der Krankenhausmanager von einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser aus.

4. Als wichtigste negative Trends sähen die Krankenhäuser den zunehmenden Fachkräftemangel sowie den anhaltend hohen Effizienzsteigerungsdruck. Als positive Trends würden der im Rahmen des Krankenhausstrukturgesetzes stärker zunehmende Qualitätswettbewerb als auch die Digitalisierung gesehen.

5. Die Krankenhäuser wollten besonders in Fachbereiche mit einem hohen Anteil an älteren Patienten investieren. Allerdings würden insbesondere knappe Fördermittel dafür sorgen, dass 40 % der Krankenhäuser noch immer nicht in ausreichendem Maße investieren könnten.

6. Über 60 % der befragten Krankenhäuser befänden sich laut eigenen Aussagen aktuell in einer Restrukturierung.

7. Bei der wirtschaftlichen Restrukturierung setzten die Krankenhäuser dabei weiter auf die klassischen Hebelwirkung der stationären Erlöse sowie Optimierung des medizinischen Sachbedarfs. Gleichzeitig hätten Themen wie Reduktion der Personalkosten sowie Steigerung der ambulanten Erlöse, insbesondere in der Politik, an Bedeutung gewonnen.

8. Die Mehrheit der Krankenhäuser sei mit dem Erfolg ihrer Restrukturierungsmaßnahmen nicht vollkommen zufrieden. Die tatsächliche Umsetzung der Maßnahmen und die Einbeziehung der relevanten Interessengruppen würden als die größten Herausforderungen gesehen.

9. Die Bewältigung dieser Herausforderung stelle hohe Anforderungen an das Management. Häufige Geschäftsführungswechsel und eine schwieriger werdende Nachfolgesuche würden die Unzufriedenheit der Beteiligten widerspiegeln.

10. Über 70 % der Krankenhäuser setzten bereits Digitalisierungsmaßnahmen im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Restrukturierung ein. Allerdings hätten bisher nur 20 % der Krankenhäuser durch Digitalisierung einen signifikanten wirtschaftlichen Wertbeitrag erzielt.

Die Pressemitteilung sowie die Präsentationsfolien der gesamten Studie können Sie der Anlage entnehmen.