In dieser benennt der Ethikrat drei maßgebliche Kriterien zur Patientenwohlorientierung im Krankenhaus:

• die selbstbestimmungsermöglichende Sorge für den Patienten,

• die gute Behandlungsqualität

• sowie Zugangs- und Verteilungsgerechtigkeit.

Laut Stellungnahme ergeben sich im Hinblick auf die Maßstäbe unterschiedliche Konfliktfelder. Diese betreffen vor allem:

• die schwindenden Möglichkeiten einer angemessenen Kommunikation in der Arzt-Patient-, Pflegende-Patient- und Therapeut-Patient-Beziehung

• sowie die zunehmende Schwierigkeit für die im Krankenhaus Tätigen, ihre berufsethischen Pflichten umzusetzen.

Der Ethikrat empfiehlt, eine bessere Kommunikation im Krankenhaus sicherzustellen. Das DRG-System patientengruppenspezifisch fortzuentwickeln und Fehlanreizen entgegenzuwirken. Zum Ausbau qualitätssichernder Strukturen wird ein Programm des Bundes zur Förderung multidisziplinärer Zentren empfohlen. Die Dokumentationspflichten sollten zugunsten der Patientenversorgung vereinfacht werden. Darüber hinaus schlägt der Ethikrat vor, transparente Kriterien für eine primär am Patientenwohl ausgerichtete Krankenhausplanung zu entwickeln.

Die DKG-Geschäftsstelle hat mit der beigefügten Pressemitteilung auf die Veröffentlichung des Ethikrates reagiert (Anlage 2).