Das Positionspapier enthält im Wesentlichen die bereits bekannten Positionen des GKV-SV zum Thema Qualitätssicherung:

•    Konsequente Überprüfung der Leistungsvoraussetzungen – bei Nicht-Erfüllung: Verbot zur Leistungserbringung – keine Ausnahmen durch die Krankenhausplanung.

•    Ausweitung der Mindestanforderungen an die Strukturqualität (über G-BA oder OPS).

•    Rechtssichere Ausgestaltung von Mindestmengen und Überprüfung der Indikationsstellung bei Krankenhäusern an der Schwelle, um medizinisch nicht notwendigen Leistungsausweitungen entgegenzuwirken.

•    Einführung von spezifischen Mindestpersonalanforderungen, wo die Qualität aktuell gefährdet ist, aber keine Personalanhaltszahlen über das ganze Krankenhaus.

•    Stärkere Orientierung der Qualitätsindikatoren an der Ergebnisqualität.

•    Entwicklung von Qualitätsindikatoren in weiteren Indikationsbereichen.

•    Nutzung von Routinedaten.

•    Einführung praxisbezogener Qualitätsberichte für den ambulanten Leistungsbereich – Anlassbezogene Überprüfung durch den MDK.

•    Qualitätsdaten nach Plausibilisierung und Validierung u. a. Krankenkassen und Leistungserbringern zur Verfügung stellen: Krankenkassen veröffentlichen Informationen ihrer Versicherten in laienverständlicher Form (z. B. Suchportale).

•    Einbeziehung aller Vertragsformen in die Qualitätssicherung.

•    Einführung von verbindlichen Fristen sowie einer Ersatzvornahmemöglichkeit bei der Festlegung von geeigneten Leistungsbereichen für die Qualitätsverträge im G-BA, um Blockadehaltung der DKG zu verhindern.

•    Prüfung von Mechanismen zur Umschichtung von finanziellen Mitteln von Leistungserbringern am unteren Qualitäts-Toleranzbereich hin zu den Leistungserbringern am oberen Qualitäts-Toleranzbereich.

•    Einführung einer einheitlichen sektorenübergreifenden Qualitätssicherung.

•    Einführung von Kodierregeln für Diagnosen und Prozeduren im ambulanten Bereich.