Am 1. April 2014 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz der „MLP Gesundheitsreport 2014“ vorgestellt. Bei dieser repräsentativen Umfrage wurden in Deutschland rund 2.100 Bundesbürger und 540 Mediziner (323 Ärzte aus dem ambulanten und 217 Ärzte aus dem stationären Bereich) zum deutschen Gesundheitssystem befragt. Seit 2006 wird diese Umfrage im Auftrag von MLP einmal jährlich vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt.

Die wichtigsten Ergebnisse für den Deutschen Krankenhaussektor sind folgende:

    67 % der Bevölkerung ist eine freie Arztwahl sehr wichtig, weiteren 27 % wichtig.

    78 % der Krankenhausärzte befürchten durch eine zusätzliche ambulante Versorgung eine Überlastung des Personals.

    79 % der Krankenhausärzte sehen durch den zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen ihre Therapiefreiheit in Frage gestellt.

    76 % der Krankenhausärzte schätzen die Versorgungsqualität in deutschen Krankenhäusern als gut ein, 16 % als sehr gut.

     37 % der Krankenhausärzte schätzen die derzeitige wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser als weniger gut oder gar nicht gut ein.

    71 % der Krankenhausärzte befürchten in den nächsten 10 Jahren eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser.

    80 % der Krankenhausärzte stimmen der Aussage: „Im Krankenhaus bekommt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einen höheren Stellenwert als die medizinische Leistungsfähigkeit. In der Praxis dominieren Budgets, Pauschalen und Regresse das medizinisch Sinnvolle.“ zu.

    64 % der Bevölkerung im Saarland, 60 % der Bevölkerung in Niedersachsen und 56 % der Bevölkerung in Rheinland-Pfalz rechnen mit Krankenhausschließungen.

    59 % der Krankenhausärzte aus Städten mit unter 100.000 Einwohnern sehen bei ihnen an den Krankenhäusern einen Ärztemangel und 8 % rechnen in der Zukunft damit.

    53 % der Krankenhausärzte berichten von Personalabbau aus finanziellen Gründen

    60 % der Krankenhausärzte schätzen die Besetzung offener Stellen im Pflegebereich als eher schwer oder sehr schwer ein.

    49 % der Krankenhauspatienten schätzen die Zeit der Ärzte für sie als Patienten als zu wenig ein und spüren die Auswirkungen des Personalabbaus an deutschen Krankenhäusern.

    74 % der Krankenhauspatienten loben das hilfsbereite Pflegepersonal.

    66 % der Ärzte schätzen die Arbeitsbedingungen für Krankenhausärzte als weniger gut oder gar nicht gut ein.

    79 % der Ärzte befürchten in den nächsten zehn Jahren an deutschen Krankenhäusern eine Verschlechterung der Personalsituation und weniger Zeit der Ärzte für die Patienten.

    42 % der Ärzte halten mehr Personal für einen zentralen Punkt zur Aufrechterhaltung der medizinischen Qualität der stationären Versorgung, 23 % eine bessere finanzielle Ausstattung und eine Neuregelung der Finanzierung und 17 % den Abbau der Ökonomisierung der Medizin für die zentralen Aspekte der Qualitätssicherung.

    72 % (67 % Krankenhausärzte) der Ärzte halten den Abschluss von gezielten Verträgen zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern für keine gute Maßnahme.

    43 % der Ärzte halten unangemeldete Kontrollen des MDK für keine gute Maßnahme.

    59 % der Krankenhausärzte haben Probleme bei der Vereinbarung von Beruf und Familie.

Weitere Informationen finden Sie in der beigefügten Präsentation der Pressekonferenz und auf folgendem Link:

http://www.mlp-ag.de/#/presse/gesundheitsreport/gesundheitsreport-2014