Der GKV-Schätzerkreis - bestehend aus Experten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Bundesversicherungsamtes (BVA) und des GKV-Spitzenverbandes (GKV-SV) - hat am 10. Oktober 2013 seine Prognose für die Finanzlage des Gesundheitssystems für die Jahre 2013 und 2014 vorgestellt.

Schätzergebnis 2013

Gemäß der Prognose für das Jahr 2013 werden die Einnahmen des Gesundheitsfonds auf 192,2 Mrd. € geschätzt. Die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds betragen unverändert 192,0 Mrd. €. Der erwartete Überschuss von 0,2 Mrd. € fließt der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zu.

Die Prognose für 2013 wurde im Vergleich zur letztjährigen Prognose für 2013 deutlich nach unten korrigiert. Ursprünglich wurde mit einem Anstieg der Reserven in 2013 von 1,6 Mrd. € gerechnet.

In Bezug auf die in 2013 zu erwartenden Ausgaben konnte keine Einigung innerhalb des GKV-Schätzerkreises erzielt werden. Das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesversicherungsamt gehen von Ausgaben in Höhe von 189,1 Mrd. € aus. Dies entspricht einem Anstieg von 4,9 % je Versicherten. Der GKV-Spitzenverband prognostiziert einen Ausgabenanstieg von 5,4 % je Versicherten und damit ein Ausgabenvolumen von 190 Mrd. €. Die Differenz wird mit einer unterschiedlichen Bewertung der Ausgabenrisiken begründet.

Schätzergebnis 2014

Für das Jahr 2014 prognostiziert der Schätzerkreis Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 202,2 Mrd. €.

Die zu erwartenden Ausgaben konnten auch für das Jahr 2014 nicht einvernehmlich prognostiziert werden. Das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesversicherungsamt schätzen die Ausgaben auf 199,6 Mrd. €. Dies entspricht einem Anstieg von 5,4 % je Versicherten. Der GKV-Spitzenverband erwartet einen Anstieg von 5,6 % je Versicherten und damit ein Ausgabenvolumen von 201,1 Mrd. €.

Die gesetzlich vorgesehenen Finanzhilfen für die Krankenhäuser sind in den Prognosen für 2013 und 2014 berücksichtigt.

Der Präsident des Bundesversicherungsamtes hat sich in einer eigenständigen Pressemitteilung zu den Schätzergebnissen geäußert. Demnach hätten die überhöhten Ausgabenschätzungen des GKV-Spitzenverbandes das Ziel, Einfluss auf die politische Festlegung der Höhe des Bundeszuschusses zu nehmen oder die Finanzlage einzelner Krankenkassen zu verbessern. Aufgabe des GKV-Schätzerkreises sei es aber, die Ausgabensteigerungen realistisch zu schätzen, daher sei es zu keiner einvernehmlichen Prognose gekommen.