Wir weisen darauf hin, dass diese Initiative der KV Telematik nicht mit der DKG abge-stimmt ist. Gegenwärtig ist nicht festgelegt, welches die geförderten Übermittlungsverfahren sein werden. Das Anschreiben der KV-Connect stellt selbst dar, dass hierfür zunächst eine Abstimmung zwischen KBV und DKG erfolgen muss.

Der Kabinettsentwurf des gegenwärtig in der Beratung befindlichen eHealth-Gesetzes geht in seinem § 291g SGB V (neu) davon aus, dass die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Kassenärztliche Bundesvereinigung bis zum 31. März 2016 im Benehmen mit der Gesellschaft für Telematik und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen das Nähere über Inhalt und Struktur eines elektronischen Entlassbriefs, Einzelheiten zu den Sicherheitsmaßnahmen und offene technische Schnittstellen für die Kommunikation zwischen den informationstechnischen Systemen der Krankenhäuser und den informationstechnischen Systemen der an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Einrichtungen zu vereinbaren haben.

Die Vorarbeiten hierfür haben bereits begonnen; allerdings sind noch keine Verhandlungen zwischen KBV und DKG erfolgt. Der in dem Anschreiben enthaltene Hinweis, für die elektronische Entlassbriefversendung den Weg via KV-Connect über die IT-Infrastruktur des KV-Systems zu wählen, greift der Vereinbarung gemäß § 291g SGB V (neu) auf Bundesebene weit voraus. Ziel der DKG ist es seit jeher, eine Markt- und Anbieterneutralität zu wahren. Daher sollen in der Vereinbarung verschiedene Übermittlungswege eröffnet werden, die dann unter Kosten-/Nutzenaspekten bewertet werden können. Über den Abschluss der Vereinbarungen wird die DKG informieren.