Die DKG wurde 1949 auf Initiative des damaligen Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages und der damaligen Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände, Dr. van Aubel, gegründet. Die in ihr zusammengeschlossenen Krankenhausträger haben durch Initiative und Mut entscheidend mit dazu beigetragen, dass nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges die Krankenhausversorgung in Westdeutschland aufrechterhalten und wieder aufgebaut werden konnte. Seit der Wiedervereinigung erstreckt sich das Aufgabengebiet der DKG auch auf die Krankenhäuser der neuen Bundesländer. Die bereits 1990 gegründeten fünf neuen Landeskrankenhausgesellschaften sind seitdem Mitglieder der DKG.

Vordringliche Probleme in den ersten Jahren nach der Gründung der DKG waren die anstehenden Landeskrankenhausgesetze und die Bundespflegesatzverordnung von 1954, die den Krankenhäusern nur auf dem Papier "kostendeckende Pflegesätze" zusicherte. Das Prinzip der Selbstkostendeckung wurde ausgehöhlt durch die Bestimmung, dass bei der Festlegung der Pflegesätze die Leistungsfähigkeit der Kostenträger, also der gesetzlichen Krankenversicherung, zu berücksichtigen sei. Erst das 1972 im KHG gesetzlich verankerte neue, duale Finanzierungssystem für die Krankenhäuser "Übernahme der Investitionskosten durch den Staat und kostendeckende Pflegesätze für die erbrachte Krankenhausleistung" führte zu einer besseren wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser. Dazu trug auch die Bundespflegesatzverordnung von 1974 bei.

Die am 1. Januar 1986 in Kraft getretene novellierte Bundespflegesatzverordnung schuf ein umfangreiches Instrumentarium hinsichtlich der Transparenz von Kosten und Leistungen, leistungsorientierter Vergütungssysteme, die von den Partnern einvernehmlich elastisch gehandhabt und modifiziert werden konnten, und Anreizen zu eigenverantwortlicher sparsamer Wirtschaftsführung.

Das Gesundheitsreform-Gesetz (GRG vom 1. Januar 1989) stellte das gesundheitliche Versorgungssystem der Bundesrepublik auf eine neue Grundlage. Das neue Recht wurde im Wesentlichen als Buch V in das Sozialgesetzbuch eingefügt (SGB V).

Das GRG gab den Krankenkassen und ihren Verbänden ein umfangreiches Instrumentarium gegenüber den Krankenhäusern in die Hand. Zu nennen sind das Kündigungsrecht, die einseitige Prüfungsmöglichkeit von Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit und Qualität der Krankenhausbehandlung, Untersuchungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, die so genannte "Preisvergleichsliste" für die einweisenden Kassenärzte sowie das Widerspruchsrecht der Landesverbände der Krankenkassen gegen örtliche Pflegesatzvereinbarungen.

Auch die rechtliche Gestaltungsmöglichkeit des einzelnen Krankenhauses wurde durch das GRG deutlich beschnitten. Seitdem sind wichtige rechtliche Regelungsbereiche auf Landesebene zwischen der Krankenhausgesellschaft und den Kassenverbänden mit unmittelbarer Geltung für jedes Krankenhaus in zweiseitigen bzw. unter Beteiligung der KVen in dreiseitigen Verträgen zu regeln.

Im Dezember 1992 verabschiedete der Bundestag nach einer in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einmalig kurzen gesetzgeberischen Phase mit Zustimmung aller Länder im Bundesrat das Gesundheits-Strukturgesetz (GSG). Es trat am 1. Januar 1993 in Kraft. Es verordnete für die Jahre 1993 - 1995 einen strikten Sparkurs. Daneben führte das GSG zu weit reichenden strukturellen Veränderungen. Das GSG bedeutete für die Krankenhäuser den Abschied von einer wirtschaftlichen Sicherung, wie sie nie mehr wiederkehren wird. Sie war 20 Jahre hindurch geprägt durch das Reformkonzept von 1972, das einen Meilenstein auf dem Weg des deutschen Krankenhauswesens aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges zu einem international in der Spitzengruppe rangierenden Versorgungssystem darstellte.

Ziel des GSG war, das seit 1972 der Krankenhausfinanzierung zugrunde liegende Kostendeckungsprinzip abzulösen durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem. Das GSG wurde als Durchbruch angesehen - weg vom Selbstkostendeckungsprinzip, Verankerung eines leistungsorientierten Vergütungssystems mit einem zunehmenden Anteil an Fallpauschalen und Sonderentgelten, mehr Wettbewerb, wirtschaftliche Anreizsysteme. Durch die Reform wurden zugleich die Funktionen und der Standort des Krankenhauses im gesundheitlichen Versorgungssystem neu bestimmt: Die Krankenhäuser erhielten die Möglichkeit, im Rahmen zeitlich begrenzter vor- und nachstationärer Behandlung die zur Krankenhausbehandlung eingewiesenen Patienten auch ambulant zu behandeln; darüber hinaus wurden sie zum ambulanten Operieren zugelassen. Mit dieser Funktionalreform wurde nach jahrzehntelangem Streit der Weg freigegeben, die Krankenhauspatienten nicht nur vollstationär zu behandeln.

Der Wegfall des Selbstkostendeckungsgrundsatzes, die Anbindung der Krankenhausbudgets an die Steigerung der Einnahmen der Kassen, die Einführung von Sonderentgelten und Fallpauschalen anstelle des tagesgleichen Pflegesatzes, die Öffnung der Krankenhäuser für vor- und nachstationäre Behandlung und für ambulante Operationen, die Einbeziehung auch privaten Kapitals in die Investitionsfinanzierung, die erweiterte Planungsbefugnis und erleichterte Kündigungsmöglichkeit der Kassen stellten die Krankenhäuser vor völlig neue und tiefgreifende Herausforderungen, die zusätzlich durch einen enormen Bürokratisierungsschub erschwert wurden.

Mit dem GSG wurde zugleich für die neuen Bundesländer ein Programm zur Finanzierung des investiven Nachholbedarfs gesetzlich festgelegt. Für einen 10-Jahres-Zeitraum von 1995 bis 2004 sollen insgesamt bis zu 21 Milliarden Mark bereitgestellt werden, an denen sich der Bund mit sieben Milliarden Mark beteiligt. Ziel des Programms ist es, die im Einigungsvertrag vorgesehene Verpflichtung, die stationäre Versorgung möglichst rasch an das westliche Niveau heranzuführen, einzulösen. Die Verabschiedung der BPflV 1995 im Juli 1994 war der Abschluss der mit dem GSG eingeleiteten fundamentalen Reform der Krankenhausfinanzierung.

Neben der Umsetzung des GSG rückte die von Gesundheitsminister Seehofer 1994 begonnene Reformdiskussion über die "Krankenversicherung 2000" (3. Stufe der Gesundheitsreform) immer mehr in den Mittelpunkt. Im Rahmen der Reformdiskussion wurde die Krankenhausseite mit zunehmendem Druck vor die Frage gestellt, inwieweit sie das von Gesundheitsminister Seehofer angestrebte Reformziel "Vorfahrt für die Selbstverwaltung" mittrage und DKG und LKGen bereit und in der Lage seien, auf der Globalebene Finanzverantwortung zu übernehmen und dabei Beitragssatzstabilität zu gewährleisten.

DKG und LKGen erklärten sich bereit, im Rahmen der Selbstverwaltung über das bereits bisher wahrgenommene Maß hinaus weitere Aufgaben zu übernehmen. Eine Aufgabenstellung und Finanzverantwortung/Finanzsteuerung in Anlehnung an das Vorbild der KVen sowie die Umwandlung in öffentlich-rechtliche Körperschaften wurden jedoch abgelehnt. Die DKG und die in ihr zusammengeschlossenen Krankenhausverbände erklärten ihre grundsätzliche Bereitschaft, Mitverantwortung für die Beitragssatzstabilität im Rahmen der Selbstverwaltung zusammen mit den Kassen auf der jeweiligen Selbstverwaltungsebene (Krankenhaus, LKG, DKG) unter Wahrung des Grundsatzes der Subsidiarität zu übernehmen.

In der zweiten Jahreshälfte 1995 war die Gesundheitspolitik durch steigende Nervosität, zunehmende Reformhektik und durch einen radikalen Kurswechsel der Krankenhauspolitik gekennzeichnet. Gegen Ende 1995 lagen neun Gesetz- und Verordnungsgebungsverfahren mit unmittelbaren Rückwirkungen auf die Pflegesatzverhandlungen für das Startjahr 1996 vor, u. a. der Entwurf des Gesetzes zur Stabilisierung der Krankenhausausgaben 1996.

Über ein Jahr später wurde die 3. Stufe der Gesundheitsreform mit der Verabschiedung des 1. und des 2. GKV-Neuordnungsgesetzes (1. und 2. NOG) abgeschlossen. Beide zustimmungsfreien Gesetze passierten am 12. Juni 1997 den Bundestag.

Mit dem 2. NOG wurde nach vier Jahren vergeblicher Anläufe eine Lösung des Problems der Instandhaltungsfinanzierung der Krankenhäuser gefunden.

Ab 1997 erfolgte die Finanzierung der Instandhaltung durch einen auf drei Jahre befristeten Zuschlag von 1,1 Prozent zum Krankenhausbudget (insgesamt ca. 1 Mrd. DM jährlich). Der Budget-Zuschlag wurde über einen jährlichen Sonderbeitrag der Krankenkassenmitglieder in Höhe von 20 DM in diesem Zeitraum refinanziert.

Bei dem 2. NOG handele es sich um ein Reformgesetz mit weit reichenden Auswirkungen auf das Krankenhauswesen.

Nach der Verabschiedung des 2. NOG wurden als erster Umsetzungsschritt der Selbstverwaltung die vertraglichen Grundlagen zur Einrichtung der Bundesschiedsstelle einschließlich ihrer Besetzung mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen konsentiert. Ebenso einigte sich die DKG mit den GKV-Spitzenverbänden und dem Verband der privaten Krankenversicherung auf die Vorausschätzung der Grundlohnsummenentwicklung für das Jahr 1998 mit Raten von 1,0 Prozent für die alten und 0,8 Prozent für die neuen Bundesländer. Im September 1997 beschlossen DKG, GKV und PKV die Geschäftsordnung eines gemeinsamen Ausschusses für Vergütungsfragen (Koordinierungsausschuss).

Am 28. November 1997 verabschiedete der Bundesrat die 5. Änderungsverordnung zur BPflV. Die DKG begrüßte die Neuregelungen nachdrücklich, da sie wegweisende Elemente zur Weiterentwicklung einer leistungsorientierten Vergütung im Krankenhaus enthielten.

Wenige Wochen nach der Bundestagswahl im September legte die Regierungskoalition von SPD und Bündnis 90/Die Grünen am 9. November 1998 den Entwurf des GKV-Solidaritätsstärkungsgesetzes (GKV-SolG) vor. Das Gesetz trat zum 1. Januar 1999 in Kraft und war ein erster Schritt in Richtung einer für 1999 geplanten und umfassenden Strukturreform im Gesundheitswesen.

Mit dem GKV-Solidaritätsstärkungsgesetz wurde zwar die im 2. NOG geregelte Finanzierung der Instandhaltung durch einen jährlichen Sonderbeitrag der Krankenkassenmitglieder abgeschafft, aber es blieb bei der bisherigen Form der Instandhaltungsfinanzierung als pauschalem Zuschlag in Höhe von 1,1 Prozent. Darüber hinaus blieben Mehrerlösausgleiche unverändert auch im Pflegesatzzeitraum 1999 bestehen, und das Erlösabzugsverfahren wurde um zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2001 verlängert.

Nach dem Solidaritätsstärkungsgesetz mussten die Budgets der Krankenhäuser in den alten und neuen Bundesländern an die jeweiligen beitragspflichtigen Einnahmen der Krankenkassen angepasst werden. Nach der amtlichen Veröffentlichung der Veränderungsraten durch das BMG am 5. März 1999 durften die Krankenhausbudgets im Westen um 1,66 Prozent steigen. Im Osten mussten die Budgets um 0,48 Prozent gekürzt werden.

Zugleich stiegen die Gehälter im Krankenhausbereich nach dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst (BAT) um 3,1 Prozent. Da die Differenz zwischen Grundlohnsummenentwicklung und BAT-Entwicklung bezogen auf die Personalkosten nur zur Hälfte ausgeglichen werden musste, wurden die Krankenhäuser 1999 mit nicht finanzierten Mehrbelastungen von rund einer Milliarde Mark konfrontiert.

Zeitgleich mit der Umsetzung des Solidaritätsstärkungsgesetzes legte die Regierungskoalition Eckpunkte für die angekündigte Strukturreform ab dem Jahr 2000 vor. Bereits im Dezember wurde die GKV-Gesundheitsreform 2000 beschlossen.

Das ursprüngliche Reformvorhaben mit den Kernelementen der ursprünglich von der Regierungskoalition geplanten Reform scheiterte formal an den veränderten Mehrheitsverhältnissen im Bundesrat. Die Regierungskoalition hatte allerdings gleichzeitig eine zustimmungsfreie Reform vorbereitet und als Vermittlungsvorschlag vorgelegt, der am 16./17. Dezember 1999 der Bundestag/Bundesrat zustimmte.

Im Rahmen der GKV-Gesundheitsreform 2000 wurden die Aufgaben und Kompetenzen der Selbstverwaltung im stationären Bereich erheblich erweitert und ihr weitreichende Aufgaben auch im Hinblick auf die Überprüfung der medizinischen Versorgung übertragen. Die DKG sieht in der Übernahme dieser Selbstverwaltungsaufgaben eine Chance für systemgerechte Lösungen im Gesundheitswesen.

Meilensteine aus Sicht der Krankenhäuser sind hier die Umsetzung der im Oktober 2000 von den Selbstverwaltungspartnern vereinbarten vertraglichen Regelungen zur Qualitätssicherung, die Wahrnehmung der Möglichkeiten der integrierten Versorgung und insbesondere die Einführung eines neuen Entgeltssystems.

Die Umstellung auf eine fallbezogene Vergütung im Krankenhaus wird die kommenden Jahre prägen. Die Grundstrukturen des Entgeltsystems haben DKG und Krankenkassen bereits im Juni 2000 in einer richtungsweisenden Vereinbarung festgelegt: Grundlage für die deutschen DRGs (G-DRG) sind die Australian Refined Diagnosis Related Groups (AR-DRG). Im Jahr 2001 standen die Ausgestaltung des gesetzlichen Rahmens der Einführung des Fallpauschalensystems im Mittelpunkt der Krankenhauspolitik. Das im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens und in der Lobbyarbeit eng von der DKG begleitete Fallpauschalengesetz (FPG) wurde schließlich am 14. Dezember 2001 im Bundestag und am 1. März 2002 vom Bundesrat verabschiedet. Wesentliche Erfolge aus Sicht der Krankenhäuser waren dabei die Aufnahme des von der DKG entwickelten Optionsmodells, das den Kliniken im Jahr 2003 den zunächst freiwilligen Einstieg in das neue Vergütungssystem ermöglicht, sowie die Festschreibung eines Sicherstellungszuschlags für eine flächendeckende stationäre Versorgung. Demgegenüber hält die DKG auch nach Verabschiedung des Gesetzes an ihrer Kritik an wesentlichen Regelungen fest. Beispielhaft sind die Abbildung aller Leistungen (bis auf Psychiatrie) durch ein DRGSystem und die zukünftige Ausgestaltung des Basisfallwertes zu nennen.

Parallel zum Gesetzgebungsverfahren bildeten die Vorbereitungsarbeiten der Selbstverwaltungspartner für die DRG-Einführung einen weiteren Schwerpunkt. Meilensteine auf diesem Weg waren die Gründung des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus gGmbH (InEK), die Verabschiedung der "Deutschen Kodierrichtlinien", die Durchführung eines Methoden-Pretests zur Vorbereitung der Kalkulation von Fallkosten sowie das Kalkulationshandbuch zum deutschen DRG-System.

Ein weiterer entscheidender Schritt auf dem Weg zur „Scharfschaltung“ der Fallpauschalen als Grundlage für eine verantwortungsvolle Patientenversorgung war das 2. Fallpauschalenänderungsgesetz (2. FPÄndG). Es wurde nach 2. und 3. Lesung am 22. Oktober 2004 vom Bundestag und in überarbeiteter Fassung am 26. November 2004 vom Bundesrat verabschiedet. Im Kern sieht das zum 1. Januar 2005 in Kraft getretene Gesetz einen Übergang von der budgetneutralen Phase in die Scharfschaltung der Pauschalfinanzierung mittels fünf Konvergenzschritten von 15 Prozent (2005), 20 Prozent (2006, 2007, 2008) und 25 Prozent (2009) sowie eine Kappungsgrenze für Budgetverluste während der Konvergenzphase vor. Durch intensive Lobby- und Pressearbeit konnte erreicht werden, dass die Vorschläge der DKG im Gesetzgebungsverfahren in weiten Teilen aufgegriffen wurden.

Zum 1. Juli 2004 hat die DKG ihre bisherigen Geschäftsstellen in Düsseldorf und Berlin in der Bundeshauptstadt zusammengeführt und damit ihren Gründungssitz Düsseldorf nach 55 Jahren aufgegeben. Der Neubau an der Wegelystraße in Berlin-Charlottenburg im gemeinsamen Haus der Bundesgesundheitsverbände ist damit zu einer der ersten Adressen im gesundheitspolitischen Dialog geworden.

Das Jahr 2006 war geprägt durch die Ärztestreiks an Universitätskliniken und kommunalen Krankenhäusern sowie durch die Diskussion um eine neuerliche Gesundheitsreform. Am Ende der langen Arbeitskampfmaßnahmen, die bis zum 16. Juni 2006 bzw. 17. August 2006 andauerten, standen für die 85.000 im universitären und kommunalen Bereich beschäftigten Ärzte neue arztspezifische Tarifverträge mit deutlichen Einkommensverbesserungen.

Die intensive Diskussion über die Gesundheitsreform stand im Brennpunkt des gesundheitspolitischen Interesses im zweiten Halbjahr 2006. Das GKV-WSG, das massive Kürzungen bei den Krankenhäusern über einen „Sanierungsbeitrag“ in Höhe von 380 Millionen Euro jeweils für 2007 und 2008 vorsah, war Gegenstand von zwei bundesweiten Informationskampagnen der DKG. Im Ergebnis haben die Krankenhäuser mit der Kürzung aus dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) im Jahre 2007 rund 700 Millionen Euro weniger für die Patientenversorgung zur Verfügung.

Mit dem In-Kraft-Treten des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG) am 1. April 2007 sahen sich die Krankenhäuser in Deutschland mit weiteren massiven Kürzungen konfrontiert. Auch wenn durch die konsequente Lobbyarbeit der DKG eine Absenkung der ursprünglich vorgesehenen Lasten für die Krankenhäuser erreicht werden konnte, blieb für die Kliniken der 0,5-prozentige Rechnungsabzug zur Sanierung der Krankenkassen eine schwere Hypothek.

Mit der Einführung des Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009 wurde die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Den Krankenhäusern sind zunächst massive finanzielle Kürzungen abverlangt worden, trotz hoher Kostenlasten und niedriger Grundlohnraten. Erst die Regelungen des Krankenhausfinanzierungsreformgesetzes (KHRG) vom 25. März 2009 ermöglichten eine anteilige Finanzierung der explodierenden Tariflohnkosten für 2008 und 2009. Ein halbes Jahr zuvor – am 25. September 2008 – hatten über 130.000 Teilnehmer in einer historischen Großdemonstration vor dem Brandenburger Tor in Berlin ihren Forderungen nach einer angemessenen Finanzausstattung der Kliniken mit Erfolg Nachdruck verliehen. So konnte die auf die Kliniken zurollende milliardenschwere Kostenlawine zumindest teilweise gestoppt werden.

Die Wahrnehmung der Selbstverwaltungsaufgaben im Gemeinsamen Bundesausschuss hat für die DKG auch zukünftig erste Priorität. Das Auslaufen der Konvergenzphase bei der Umstellung auf das DRG-Vergütungssystem und die demographische Entwicklung sowie die politische Diskussion um die Zukunft des Gesundheitswesens stellen die Krankenhäuser auch in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. Die DKG wird sich weiterhin bei Politik und Selbstverwaltungspartnern dafür einsetzen, sachgerechte und zukunftsfähige Lösungen zu verabschieden.