Die Leistungsausgaben je Versicherten sind demnach im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 3,6 % gestiegen. Die Steigerung liegt damit deutlich unter der vom GKV-Schätzerkreis für das Jahr 2012 abgegebenen Jahresprognose von 4,5 %.

Der Anstieg der GKV-Ausgaben für die stationäre Versorgung wird mit 3,3 % je Versicherten beziffert und liegt damit ebenfalls deutlich unter dem von den Krankenkassen lange behaupteten Wert von 4,3 %. Das BMG kommentiert die Entwicklung bei den Krankenhausausgaben wie folgt:

„Zu einem Anstieg der Ausgaben der Krankenkassen haben dabei insbesondere die weiterhin dynamischen Zuwächse bei den Leistungsmengen geführt. Um die Ursachen dieser dynamischen Entwicklung zu untersuchen und Lösungsansätze zu entwickeln, werden die Selbstverwaltungspartner (GKVSpitzenverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft) auf Bundesebene kurzfristig mit der Vergabe eines gemeinsamen Forschungsauftrags beauftragt. Dies ist im Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (Psych-Entgeltgesetz), das noch im Bundesrat behandelt wird und im August in Kraft treten soll, geregelt. Übergangsweise werden bis zum Jahr 2014 Mehrleistungsabschläge erhoben.“

Der Zuwachs bei den Ausgaben für ambulante ärztliche Leistungen wird mit 2,3 % je Versicherten angegeben. Dieser Wert wird seitens des BMG relativiert: Wegen fehlender Abrechnungsdaten in der ambulanten ärztlichen Versorgung seien noch keine validen Schlüsse auf die Ausgabenentwicklung des Gesamtjahres möglich.

Die Finanzreserven des Gesundheitsfonds und der Krankenkassen werden auf rund 20 Mrd. Euro beziffert, davon rund 11,5 Mrd. Euro bei den Krankenkassen und rund 8,5 Mrd. Euro beim Gesundheitsfonds.

Die DKG hat mit einer Pressemitteilung zu der aktuellen Finanzentwicklung der GKV Stellung genommen.