Das Halbjahresergebnis der GKV weist mit Einnahmen in Höhe von 91,7 Milliarden Euro und Ausgaben in Höhe von 89,3 Milliarden Euro einen Überschuss von rund 2,4 Milliarden Euro aus. Einschließlich des Überschusses des Gesundheitsfonds im ersten Halbjahr 2011 in Höhe von rund 0,5 Milliarden Euro beläuft sich das Gesamt-Plus somit auf rund 2,9 Milliarden Euro.

Mit einem Anstieg in Höhe von 2,8 v. H. je Versicherten blieb die Entwicklung der Leistungsausgaben der Krankenkassen im ersten Halbjahr deutlich unter den 4,3 v. H., von denen der Schätzerkreis in seiner letzten Prognose für das Gesamtjahr ausgegangen war. Die Ausgabenentwicklung je Versicherten stellte sich in den einzelnen Leistungsbereichen sehr unterschiedlich dar und fiel wie folgt aus:

- Krankenhausbehandlung: + 4,6 v.H.

- Ambulante ärztliche Behandlung: + 2,3 v.H.

- Arzneimittel: - 6,3 v.H.

- Ärztliche Früherkennungsmaßnahmen: + 5,2 v.H.

- Krankengeld: + 9,6 v.H.

Besonders auffallend sind aus Sicht der DKG:

- der hohe Schätzfehler von fast 35 Prozent zwischen prognostizierter und tatsächlicher Ausgabenentwicklung, was der DKG erneut Anlass gibt zu fordern, die maßgeblichen Leistungserbringer in den Schätzerkreis aufzunehmen sowie 

- die moderate Bewertung des überdurchschnittlichen Anstiegs der Krankenhausausgaben durch das BMG.